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Google Shopping verschwindet aus der Suche: Was der DMA für Ihren Onlineshop bedeutet

SEALesedauer: ca. 6 Minuten
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Google hat die Darstellung von Google Shopping in weiten Teilen aus den Suchergebnissen entfernt, betroffen sind vor allem Nutzerinnen und Nutzer in der EU. In diesem Beitrag erklären wir, was konkret passiert ist, warum Google diesen Schritt geht und was das für Ihr Unternehmen bedeutet.

Suchen Sie derzeit bei Google nach einem Produkt und wundern sich, wo die gewohnten Produktbilder und Preise geblieben sind? Damit sind Sie nicht allein. Seit Anfang September 2026 hat Google die Darstellung von Google Shopping in weiten Teilen aus den Suchergebnissen entfernt, betroffen sind vor allem Nutzerinnen und Nutzer in der EU. Für Onlineshops ist das mehr als ein kosmetisches Detail: Ein wichtiger, bislang kostenloser Traffic-Kanal verändert sich gerade grundlegend. In diesem Beitrag erklären wir, was konkret passiert ist, warum Google diesen Schritt geht und was das für Ihr Unternehmen bedeutet.

Was seit dem 8. September 2026 in der Google-Suche zu sehen ist

Wer beispielsweise nach „Blumenbeet aus Holz" oder „Adidas T-Shirts" sucht, bekommt statt der bekannten Produkt-Karussells und Produkt-Raster nun zunächst eine Liste von Shops, Marktplätzen und Preisvergleichsseiten angezeigt. Auch aus der Tab-Navigation ist der Shopping-Reiter verschwunden. Um klassische Google-Shopping-Ergebnisse überhaupt noch zu sehen, müssen Nutzerinnen und Nutzer erst auf „Weitere Produkte" und danach zusätzlich auf „Mehr ansehen" klicken. Lediglich Shopping-Anzeigen, also bezahlte Werbeplätze, werden weiterhin direkt angezeigt 

Tipp: Prüfen Sie regelmäßig selbst mit einer Testsuche über eine deutsche IP-Adresse, wie Ihre Produkte aktuell dargestellt werden. Die Darstellung wird in den kommenden Wochen vermutlich noch feinjustiert.

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Der Auslöser: der Digital Markets Act

Hinter der Umstellung steckt der Digital Markets Act, kurz DMA. Das ist ein EU-Gesetz, das besonders große Technologiekonzerne dazu verpflichtet, ihre eigenen Dienste nicht mehr gegenüber konkurrierenden Anbietern zu bevorzugen. Für Google bedeutet das: Eigene Angebote wie Google Shopping, Google Hotels oder Google Flights dürfen in der Suche nicht länger automatisch bevorzugt platziert werden.

Am 23. Juli 2026 verhängte die EU-Kommission deshalb eine Strafe gegen Google in Höhe von insgesamt 890 Millionen Euro 
. Die Kommission wirft dem Konzern konkret vor, eigene Dienste in den Suchergebnissen bevorzugt zu haben, etwa durch prominentere Platzierung oder auffälligere Gestaltung als bei vergleichbaren Angeboten von Drittanbietern.

Verstoß laut EU-KommissionBetrag
Selbstbevorzugung eigener Dienste in Google Search (u. a. Shopping, Hotels, Transport, Sport)460 Mio. Euro
Einschränkung alternativer Zahlungswege im Play Store (Anti-Steering)430 Mio. Euro

Quelle: Europäische Kommission

Google spricht von der größten Verschlechterung seiner Geschichte

Am 8. September 2026 rollte Google die geforderten Änderungen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum aus. Bemerkenswert ist, wie deutlich Google selbst die Folgen kommentiert: Nick Fox, bei Google zuständig als Senior Vice President für Knowledge & Information, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters wörtlich, die Änderungen stellten „die größte Reduktion der Servicequalität an der weltweit meistgenutzten Internet-Suchmaschine in ihrer 29-jährigen Geschichte" dar .

Google begründet dies damit, dass die neuen Regeln vor allem Preisvergleichsseiten und Vermittlerplattformen wie Booking.com oder Expedia mehr Sichtbarkeit verschaffen, während einzelne Unternehmen künftig oft nur noch mit Link, Telefonnummer und Adresse gelistet werden .

Bereits Ende 2025 hatte Google in einem eigenen Blogbeitrag gewarnt, dass frühere DMA-Anpassungen den kostenlosen, direkten Buchungstraffic für europäische Reiseunternehmen bereits um bis zu 30 Prozent reduziert hätten.

Keyfact: Laut Google wurden die neuen Suchergebnisse vorab mit Millionen europäischer Nutzerinnen und Nutzer getestet, das Ergebnis: erhöhte Unzufriedenheit, da Suchanfragen häufiger neu formuliert werden mussten, um das Gewünschte zu finden 

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Aggregator- und Supplier-Units: Nicht nur Shopping ist betroffen

In der offiziellen Dokumentation von Google Search Central, zuletzt aktualisiert am 11. September 2026, wird der technische Hintergrund erklärt.
Für bestimmte Suchanfragen zeigt Google im EWR künftig sogenannte Aggregator Units. Das sind Ergebnisblöcke, in denen ausschließlich zugelassene Preisvergleichsdienste, Reisebüros oder Verzeichnisse erscheinen, immer nur ein Anbieter gleichzeitig, ausgeklappt mit Fotos, Preisen und Bewertungen. Über ein Dropdown lassen sich weitere zugelassene Anbieter auswählen. Ergänzend gibt es Supplier Units, in denen die eigentlichen Anbieter, etwa das Hotel oder der Shop selbst, aufgeführt werden.

Betroffen sind laut Google ausdrücklich nicht nur touristische Anfragen wie Hotels, Flüge, Bahn- und Busverbindungen, sondern auch allgemeine Produktanfragen. Wer als Onlineshop an diesem neuen Format teilnehmen möchte, wird auf das bestehende Comparison-Shopping-Services-Programm, kurz CSS, verwiesen, ein Google-Partnerprogramm für Preisvergleichsdienste.

Tipp: Prüfen Sie, ob Ihr Shop bereits über einen CSS-Partner in der Google-Suche gelistet ist. Falls nicht, lohnt sich jetzt ein Gespräch mit einem zertifizierten CSS-Anbieter, um die neue Sichtbarkeitschance nicht zu verpassen.

 

 

Was bedeutet das für Ihren Onlineshop?

Für kleinere und mittlere Onlineshops wird es kurzfristig schwieriger, mit eigenen Produkten direkt in der Google-Suche sichtbar zu sein. Die Listung im Google Merchant Center allein reicht künftig oft nicht mehr aus, weil klassische Shopping-Ergebnisse seltener ausgespielt werden. Gleichzeitig gewinnen Preisvergleichsseiten und Marktplätze an Bedeutung, da sie in den neuen Aggregator Units bevorzugt erscheinen.

Konkret bedeutet das für Sie:

  • Verlassen Sie sich nicht mehr allein auf organische Shopping-Platzierungen, sondern prüfen Sie eine gezielte Präsenz auf relevanten Preisvergleichsportalen.
  • Behalten Sie Google Shopping Ads im Blick, da bezahlte Anzeigen von der Umstellung bislang nicht betroffen sind.
  • Beobachten Sie Ihre Sichtbarkeit und Traffic-Zahlen in den kommenden Wochen genau, um frühzeitig gegenzusteuern.

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Fazit

Die Beobachtung, dass Google Shopping fast vollständig aus den klassischen Suchergebnissen verschwunden ist, lässt sich klar belegen: Sie ist Teil der offiziell angekündigten und von der EU-Kommission erzwungenen Anpassung der Google-Suche im Rahmen des Digital Markets Act. Google selbst räumt ein, dass es sich um die größte Qualitätsveränderung seiner Firmengeschichte handelt. 

Für Onlineshops heißt das vor allem: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Sichtbarkeitsstrategien über Preisvergleichsdienste und bezahlte Anzeigen neu zu denken.

Wir bei krick.com beraten Sie gerne, wenn es um eine richtige SEA- oder SEO-Strategie für Ihren Onlineshop geht.
Sprechen Sie uns gerne an.

Quellen:

Search Engine Land: "Google says DMA changes in EU resulted in worse degradation of search quality ever" (8. September 2026)
Yahoo Finance/Reuters: "Google degrades E.U. search results to comply with DMA rules" (8. September 2026)
netzpolitik.org zur EU-Kommissionsstrafe (23. Juli 2026)
Europäische Kommission (2026): Commission fines Google €890 million for breaches of the Digital Markets Act. Online: https://digital-markets-act.ec.europa.eu/commission-fines-google-eur890-million-breaches-digital-markets-act-2026-07-23_en (Zugriff: 14.09.2026).
Google Search Central (2026): Aggregator unit in Google Search | Documentation. Online: https://developers.google.com/search/docs/appearance/aggregator-unit (Zugriff: 14.09.2026).

Über die Autorin

Johanna ist Senior Marketing Managerin und Teamleitung Marketing bei der Krick Unternehmensfamilie. Mit mehr als zehn Jahren Expertise im digitalen Marketing und einem Studium der Betriebswirtschaft bringt sie umfassendes Fachwissen in ihre Position ein.

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