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ChatGPT-Werbung startet in Deutschland: Das ändert sich für Nutzer und Unternehmen

SEALesedauer: ca. 3 Minuten

Ab dem 24. August 2026 soll OpenAI damit beginnen, Anzeigen auch in Deutschland auszuspielen. In der EU gelten für ChatGPT Ads allerdings strengere Datenschutzanforderungen als in vielen anderen Märkten.

ChatGPT Ad auf einem Smartphone

Anfang August berichteten wir darüber, dass OpenAI seine Anzeigentests international ausweitet und dabei auch Deutschland als möglichen neuen Markt in den Fokus rückt. Wann die Werbung bei uns tatsächlich starten würde, war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch offen.

Nun gibt es einen konkreteren Termin: Am kommenden Montag, am 24. August 2026, sollen Anzeigen auch in Deutschland in ChatGPT erscheinen. OpenAI weitet sein Werbeprogramm damit auf insgesamt 31 europäische Märkte aus. Gestartet war der Werbetest Anfang 2026 zunächst in den USA.

Betroffen sind Nutzer der Tarife Free und Go. Die Abo-Modelle Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben weiterhin werbefrei.
 

Was ändert sich für Nutzer in Deutschland?

An den grundsätzlichen Regeln für ChatGPT Ads ändert sich wenig. Anzeigen sollen unterhalb der eigentlichen Antwort erscheinen, als gesponserte Inhalte gekennzeichnet und von der ChatGPT-Antwort technisch und inhaltlich getrennt sein.

OpenAI betont außerdem:

  • Anzeigen beeinflussen die Antworten von ChatGPT nicht.
  • Eine Anzeige ist keine Empfehlung von OpenAI oder ChatGPT.
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Kostenlos und trotzdem werbefrei – allerdings mit Einschränkungen

Wer keine Werbung sehen möchte, muss nicht zwangsläufig ein kostenpflichtiges Abo abschließen. OpenAI sieht auch für den Free-Tarif eine kostenlose, werbefreie Option vor.

Der Haken: Wer sich dafür entscheidet, erhält niedrigere Nutzungslimits und einen eingeschränkten Funktionsumfang. Dazu gehören beispielsweise weniger verfügbare Nachrichten sowie kein oder eingeschränkter Zugriff auf bestimmte Tools wie Bildgenerierung oder Deep Research. Die Verfügbarkeit dieser Option kann laut OpenAI je nach Region und Zeitpunkt variieren.

Wer dagegen ein werbefreies Erlebnis ohne diese zusätzlichen Einschränkungen möchte, kann weiterhin auf Plus oder Pro wechseln.

Für die EU gelten besondere Regeln

Für Nutzer in Deutschland gibt es beim Thema Personalisierung eine wichtige Besonderheit: Personalisierte Anzeigen sind im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz zum Start zunächst nicht automatisch aktiviert, sondern erfordern eine ausdrückliche, freiwillige Zustimmung. Diese Einwilligung kann jederzeit in den Privatsphäreeinstellungen angepasst oder widerrufen werden.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ohne die Zustimmung zur Personalisierung ausschließlich allgemeine Werbung ausgespielt wird. Anzeigen können weiterhin thematisch zum aktuellen Gespräch passen. Dafür nutzt OpenAI kontextbezogene Signale wie:

  • Das Thema und die Absicht des aktuellen Chats
  • Die verwendete Sprache
  • Der ungefähre Standort
  • Der Gerätetyp und die Tageszeit

Auf diese Weise wird passende Werbung ausgespielt, ohne dass ein dauerhaftes, personalisiertes Profil des Nutzers erstellt wird.

Wichtig dabei: Sämtliche Kontextinformationen und Chat-Inhalte bleiben geschützt und werden nicht an die Werbetreibenden weitergegeben. Unternehmen erhalten nach Angaben von OpenAI keinen Zugriff auf einzelne Unterhaltungen, Erinnerungen oder persönliche Daten, sondern lediglich anonymisierte Leistungsdaten wie Aufrufe oder Klicks.

Das eigene Werbeerlebnis lässt sich jederzeit selbst steuern. Nutzer können:

  • Unpassende Anzeigen direkt ausblenden oder melden
  • Transparent nachvollziehen, warum eine bestimmte Anzeige ausgespielt wurde
  • Daten, die für Werbezwecke verwendet wurden, im System löschen
     
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Können deutsche Unternehmen jetzt selbst ChatGPT Ads schalten?

Hier muss zwischen zwei Dingen unterschieden werden: dem Start von Werbung für Nutzer in Deutschland und dem direkten Zugang deutscher Unternehmen zum Ads Manager.

OpenAI führt Deutschland aktuell noch nicht in der offiziellen Liste der Länder, in denen der Ads Manager verfügbar ist. Dort werden derzeit Australien, Brasilien, Kanada, Japan, Südkorea, Mexiko, Neuseeland, Großbritannien und die USA genannt.

Für deutsche Unternehmen bedeutet der Start daher noch nicht automatisch, dass sie ab dem 24. August selbst Kampagnen über den Ads Manager buchen können.

OpenAI hat allerdings angekündigt, den Self-Service-Zugang zum Ads Manager im Rahmen der europäischen Expansion später im Sommer auszuweiten.
 

Quellen:

OpenAI: ChatGPT Ads expands across Europe (zuletzt abgerufen am 18.08.2026)
OpenAI Help Center: Anzeigen in ChatGPT (zuletzt abgerufen am 19.08.2026)
OpenAI Help Center: Verfügbarkeit des Ads Managers (zuletzt abgerufen am 19.08.2026)
Bildquelle: KI-generiertes Bild
 

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Über die Autorin

Michelle ist Marketing Managerin bei krick.com. Mit ihrem Masterabschluss im Bereich Marken- und Medienmanagement begleitet sie vielfältige Marketingprojekte – von der strategischen Planung bis zur kreativen Umsetzung.

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