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OpenAI startet Anzeigen in ChatGPT

SEALesedauer: ca. 3 Minuten

OpenAI testet Werbung in ChatGPT. Lesen Sie, wie Anzeigen platziert werden, welche Daten genutzt werden und was das für Ihr Marketing heißt.

Screenshot ChatGPT mit Chat zu Werbung

OpenAI hat am 8. Februar 2026 offiziell angekündigt, Anzeigen in ChatGPT zu testen, und startet den Rollout seit 9. Februar 2026 schrittweise in den USA. Der Test richtet sich an eingeloggte erwachsene Nutzer in den Tarifen Free und Go, während Plus, Pro, Business, Enterprise und Education weiterhin ohne Werbung bleiben.

Ziel ist es, die teure KI‑Infrastruktur zu finanzieren und gleichzeitig leistungsfähige Funktionen für mehr Menschen zugänglich zu machen. Dabei betont OpenAI, dass Anzeigen die inhaltlichen Antworten von ChatGPT nicht beeinflussen sollen.

Tipp: Wenn Sie global agieren, beobachten Sie jetzt die Entwicklung in den USA, um vorbereitet zu sein, falls die Werbeformate später nach Europa kommen.

 

Wie die ChatGPT Ads laut OpenAI funktionieren sollen

Die Anzeigen erscheinen unterhalb der Antworten, sind klar als „Sponsored“ gekennzeichnet und optisch vom eigentlichen Chat getrennt. Sie werden nur einem Teil der Nutzer angezeigt, da es sich um einen Test mit schrittweisem Rollout handelt.

Entscheidend ist der Kontext: OpenAI wählt Anzeigen anhand des Themas der aktuellen Konversation, früherer Chats und früherer Interaktionen mit Anzeigen aus. Suchen Nutzer zum Beispiel nach Rezepten, kann eine Anzeige für Kochboxen oder Lebensmittellieferdienste eingeblendet werden.

Key Facts zur Ausspielung

  • Anzeigen erscheinen unter der Antwort, nicht im Fließtext.
  • Kennzeichnung als Werbung ist verpflichtend.
  • Test zunächst nur für einen Teil der US‑User in Free und Go.
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Datenschutz, Personalisierung und sensible Themen (Key Facts)

OpenAI setzt in der Ankündigung mehrere Leitplanken, die für Advertiser und Nutzer gleichermaßen wichtig sind:

  • Antworten bleiben unabhängig: Anzeigen sollen ChatGPTs Antworten nicht beeinflussen.
  • Gesprächsdaten bleiben privat: OpenAI sagt, Gespräche und Daten würden nicht an Werbetreibende verkauft.
  • Kontrolle für Nutzer: Personalisierung soll abschaltbar sein, und Daten, die für Ads genutzt werden, sollen löschbar sein.
  • Schutz für Minderjährige: Während des Tests sollen keine Ads bei Accounts erscheinen, die als unter 18 eingestuft werden.
  • Sperrzonen: Anzeigen sollen nicht in der Nähe sensibler oder regulierter Themen wie Gesundheit, psychische Gesundheit oder Politik ausgeliefert werden.

Begriffe kurz erklärt: „Personalisierung“ bedeutet, dass Werbung anhand von Signalen (z. B. Kontext der Nutzung) besser passend ausgespielt wird. „Sensible Themen“ sind Bereiche, in denen Werbung schnell problematisch werden kann, weil sie Vertrauen und Sicherheit betrifft.

Was Werbung in ChatGPT für Ihr Marketing bedeuten kann

Wenn sich dieses Modell durchsetzt, entsteht ein neues Umfeld, in dem nicht nur Keywords zählen, sondern Gesprächskontexte. Statt „Kauf Laufschuhe“ könnte ein Nutzer fragen: „Ich habe Knieprobleme, welche Schuhe sind gut für leichte Läufe?“ Genau dort kann eine gesponserte Empfehlung erscheinen, laut OpenAI passend zur Konversation und unterhalb der Antwort.

Für die Planung heißt das: Performance Marketing könnte stärker in Richtung „Intent“ (Kaufabsicht) im Dialog rücken. Gleichzeitig bleibt SEO wichtig, weil Nutzer weiterhin organische Quellen, Marken und Empfehlungen suchen, aber die Aufmerksamkeit verteilt sich potenziell anders.

Wie kann ich trotz der Werbung in ChatGPT sichtbar bleiben?

  • Bereiten Sie Ihre Inhalte auf „Frage-Antwort“-Situationen vor, z. B. FAQ Seiten mit klaren Use Cases, damit Ihre Marke auch ohne Ads als Lösung auftaucht.
  • Schärfen Sie Ihr Angebot und Ihre USPs (Alleinstellungsmerkmale), denn in Dialogen gewinnen klare, konkrete Nutzenargumente.
  • Sie setzen auf lokale Kundschaft? Dann sollten Sie unbedingt Ihre digitalen Unternehmensprofile pflegen.
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Über die Autorin

Johanna ist Senior Marketing Managerin und Teamleitung Marketing bei krick.com. Mit mehr als zehn Jahren Expertise im digitalen Marketing und einem Studium der Betriebswirtschaft bringt sie umfassendes Fachwissen in ihre Position ein.

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