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Google Display wird Demand Gen: Was Werbetreibende jetzt tun müssen

SEALesedauer: ca. 5 Minuten

Displaykampagnen verschwinden, Demand Gen übernimmt: Wie sie ihre bestehenden Google-Displaykampagnen sauber migrieren, Daten retten und ihre Performance sogar noch steigern.

Laptop mit Google Demand Gen

Sie schalten seit Jahren Displaykampagnen, Ihre Setups laufen stabil? Ausgerechnet jetzt kündigt Google das Ende des Kampagnentyps „Displaynetzwerk“ an. Die Sorge ist verständlich: Was passiert mit Ihren bestehenden Kampagnen, wie behalten Sie Kontrolle und Performance und welche Stellschrauben ändern sich wirklich. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen kompakt, wie die Migration zu Demand Gen funktioniert und wie Sie Ihre Strategie als erfahrene Werbetreibende aktiv steuern können.

Was genau ändert Google an Displaykampagnen?

Google führt die Funktionen und das Inventar klassischer Displaykampagnen in Demand‑Gen‑Kampagnen zusammen, wo sie künftig als „Google Display Network (GDN)“ geführt werden. Sie können weiterhin ausschließlich im Displaynetzwerk werben, der separate Kampagnentyp „Display“ entfällt jedoch vollständig bis 2027.

Demand Gen bündelt mehrere Flächen unter einem Dach: GDN, YouTube (inklusive Shorts), Discover, Gmail und Google Maps. Für Sie bedeutet das: weniger Kanal‑Silos, aber mehr Abhängigkeit von Googles KI‑Aussteuerung.

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Key Fact: Laut Google-Daten erzielen Werbetreibende, die das GDN über Demand Gen nutzen, im Schnitt rund 9,5 Prozent höheren ROI als mit klassischen Displaykampagnen.

Zeitplan: Bis wann müssen Sie handeln?

Google kommuniziert einen klaren Fahrplan für die Umstellung:

  • Ab Juni 2026: Rollout eines integrierten Migrationstools in geeigneten Konten.
  • Im weiteren Verlauf: Es lassen sich keine neuen Stand‑alone‑Displaykampagnen mehr anlegen.
  • Bis 2027: Automatische Migration aller verbleibenden Displaykampagnen in Demand Gen.

Sie können Ihre bestehenden Displaykampagnen vorerst weiter nutzen und bearbeiten, sollten die Zeit aber für Tests und schrittweise Umstellung nutzen, statt auf die Zwangsmigration zu warten.

Tipp: Planen Sie Test‑Demand‑Gen‑Kampagnen parallel zu Ihren Kern‑Displaykampagnen ein. So sammeln Sie früh Signale, ohne Ihre bestehenden Setups sofort abzuschalten.

Technischer Umstieg: So migrieren Sie Ihre bestehenden Displaykampagnen

Google empfiehlt ausdrücklich das integrierte Umstellungstool, weil es Verlaufsdaten überträgt und die Lernphase der neuen Demand‑Gen‑Kampagnen deutlich verkürzt.

Schritt-für-Schritt-Umstellung im Interface

  1. Navigieren Sie im Menü zu „Kampagnen“ → „Kampagnen“.
  2. Filtern Sie unter „Attribute → Kampagnentyp“ nach „Displaynetzwerk“.
  3. Markieren Sie die Displaykampagnen, die Sie migrieren möchten.
  4. Wählen Sie im Menü „Bearbeiten“ die Option „Auf Demand Gen umstellen“.
  5. Prüfen Sie den Hinweis zu übernommenen Einstellungen und Budget und klicken Sie auf „Übernehmen“.

Die Umstellung kann einige Minuten dauern und ist für bis zu 100 Kampagnen pro Vorgang möglich. Die neuen Kampagnen erhalten automatisch die Namenskonvention „[Alter Kampagnenname] #2“ und den Kampagnentyp „Demand Gen“.

Wichtig: Logos sind für Demand Gen Pflicht. Fehlt in der bisherigen Displaykampagne ein Logo, legt Google ein Platzhalterlogo an – dieses sollten Sie zeitnah prüfen und durch ein sauberes Markenlogo ersetzen.

Alternativ können Sie Budgets auch manuell verschieben, indem Sie das Tagesbudget der alten Displaykampagnen schrittweise reduzieren und parallel Demand‑Gen‑Kampagnen mit ähnlichen Zielgruppen und Gebotsstrategien aufsetzen.

Wichtige Funktionsänderungen: Das bleibt, das fällt weg, das kommt neu bei Demand Gen

Viele bekannte Einstellungen bleiben in Demand Gen erhalten, andere werden entfernt oder durch neue Optionen ersetzt.

Gebotsstrategien

  • Unterstützt bleiben: Ziel‑CPA, Ziel‑ROAS, Conversions maximieren, Conversion‑Wert maximieren, Klicks maximieren.
  • Wegfallen: Manueller CPC, Pay‑per‑Conversion, Gebotsanpassungen und Portfolio‑Gebote.

Für erfahrene Werbetreibende heißt das: weniger Feintuning über Gebotshebel, stärkerer Fokus auf sauberes Conversion‑Tracking und realistische Ziel‑KPIs.

Zielgruppen & Ausrichtung

  • Unterstützt: Remarketing‑Listen, benutzerdefinierte Segmente, Customer Match, Interessen, demografische Merkmale, Kontext‑Targeting, Placement‑ und Themenausschlüsse.
  • Entfallen: Kombinierte Zielgruppen und einige Beobachtungseinstellungen; hier empfiehlt Google, Zielgruppen direkt im Tool „Zielgruppenlisten“ zu definieren.

Demand Gen führt zusätzlich ähnliche Segmente ein, mit denen Sie neue Nutzer erreichen können, die Ihren Bestandskunden ähneln.

Anzeigenformate & Creatives

  • Bereits verfügbar: Responsive Displayanzeigen, hochgeladene Bildanzeigen, Produktfeeds, Karussell‑Ads und KI‑gestützte Creative‑Tools wie Bildoptimierung oder Bild‑zu‑Video.
  • Geplant (Ende 2026): HTML5‑Anzeigen und Drittanbieteranzeigen auch für GDN in Demand Gen.

Je vielfältiger Ihre Assets (Bilder, Videos, Logos), desto breiter kann Google das Inventar nutzen – auf GDN und darüber hinaus.

 

Überblick: Klassische Display vs. GDN in Demand Gen

AspektKlassische DisplaykampagneDemand Gen
Kampagnentyp“Displaynetzwerk”“Demand Gen” mit GDN-Inventar
InventarGDN, teilweise YouTube, GmailGDN, YouTube, Gmail, Discover, Maps
GeboteSmart Bidding plus manueller CPC, Pay‑per‑ConversionNur Smart Bidding, kein manueller CPC/Pay‑per‑Conversion
ZielgruppenRemarketing, benutzerdefiniert, Interessen, KombisegmentePlus ähnliche Segmente, keine kombinierten Zielgruppen
CreativesResponsive, Bild, HTML5, FeedsResponsive, Bild, Feeds, Karussell, KI‑Creatives, mehr Video
ReportingKanal‑Fokus DisplayMulti‑Channel‑Fokus mit Filteroption für GDN

Fazit: Demand Gen aktiv gestalten statt abwarten

Die Abschaffung des Kampagnentyps „Displaynetzwerk“ ist keine rein kosmetische Umbenennung, sondern Teil von Googles Strategie hin zu KI‑gestützten, kanalübergreifenden Kampagnen. Das GDN bleibt als Inventar bestehen, aber Sie steuern es künftig über Demand Gen – mit neuen Chancen, jedoch auch mit weniger manuellem Mikromanagement.

Wer als erfahrene Werbetreibende frühzeitig migriert, Zielgruppen‑Infrastruktur und Creatives stärkt und das Umstellungstool nutzt, sichert sich eine saubere Datenbasis und vermeidet hektische Notumstellungen kurz vor der Zwangsmigration.

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Quellen:

Google Ads-Hilfe: „Kampagnen mit Google-Displayanzeigen sind jetzt in Demand Gen-Kampagnen zu finden“, abrufbar unter: support.google.com/google-ads/answer/17051545 (Stand: 22.06.2026)

 

Über die Autorin

Johanna ist Senior Marketing Managerin und Teamleitung Marketing bei krick.com. Mit mehr als zehn Jahren Expertise im digitalen Marketing und einem Studium der Betriebswirtschaft bringt sie umfassendes Fachwissen in ihre Position ein.

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