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Google führt neue KI-Anzeigenformate in der Suche ein

SEALesedauer: ca. 4 Minuten

Google entwickelt die Suche zur KI-gestützten Beratung weiter. Für Ads Manager wird entscheidend, wie gut Produktdaten, Angebote, Landingpages und Conversion-Signale auf Suchintentionen abgestimmt sind.

SEA-Managerin informiert sich zu KI-Anzeigen am Bildschirm

Die Google Suche wird dialogorientierter. Damit verändert sich nicht nur die Platzierung von Anzeigen, sondern auch die Frage, welche Inhalte, Daten und Signale Google für relevante Ausspielungen nutzen kann.

Google testet neue KI-basierte Anzeigenformate in der Suche und erweitert das Pilotprogramm für Direct Offers. Für Ads Manager ist das vor allem ein operatives Signal: Kampagnen müssen künftig noch klarer zeigen, für welche Suchintention, welches Angebot und welche Zielgruppe sie relevant sind.
 

Was Google neu testet

Im KI-Modus testet Google zwei neue Anzeigenformate: Conversational Discovery Ads und Highlighted Answers. Conversational Discovery Ads sollen Nutzerfragen im Dialog aufgreifen und mit einer passenden, gesponserten Antwort verbinden. Highlighted Answers platzieren relevante Anzeigen innerhalb KI-generierter Empfehlungen oder Antwortlisten.

Wichtig für die Bewertung: Die Formate sollen weiterhin als gesponsert gekennzeichnet sein. Gleichzeitig nutzt Google KI, um Anzeigen erklärender und kontextbezogener darzustellen. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt von der reinen Keyword-Abdeckung hin zu einer Kombination aus Suchintention, Angebot, Website-Inhalten und Datenqualität.

Was sich für Ads Manager verändert

KI-Anzeigen funktionieren nicht automatisch besser, nur weil sie KI nutzen. Sie können aber vorhandene Stärken sichtbarer machen - oder Schwächen schneller offenlegen. Wenn Produktfeeds unvollständig sind, Landingpages wichtige Fragen nicht beantworten oder Conversion-Daten unscharf sind, fehlt der KI die Grundlage für relevante Empfehlungen.

Für die tägliche Kampagnenarbeit bedeutet das: Struktur, Daten und Assets werden wichtiger. Ads Manager sollten nicht nur Gebote und Budgets optimieren, sondern auch prüfen, ob Google aus Feed, Anzeigenassets und Website eindeutig ableiten kann, wann ein Angebot passt.
 

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Shopping: Produktdaten werden zur Argumentationsbasis

Bei KI-basierten Shopping-Anzeigen soll Gemini passende Produkte auswählen und erklären, warum sie zur Suchanfrage passen. Für Shops heisst das: Der Produktfeed ist nicht nur Inventarliste, sondern Grundlage für die Produktargumentation.

Priorität haben vollständige Titel, präzise Beschreibungen, aktuelle Preise, Verfügbarkeiten, Varianten, hochwertige Bilder und belastbare Produktattribute.
 

Je besser diese Daten strukturiert sind, desto leichter kann ein KI-System Relevanz herstellen.
 

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Lead Gen: Vom Formular zum Beratungsdialog

Der angekündigte Verkaufsassistent für Leads funktioniert wie ein Marken-Agent innerhalb der Anzeige. Nutzerinnen und Nutzer können Fragen stellen, statt direkt ein statisches Formular auszufüllen. Die Antworten basieren auf Informationen der Website.

Das ist besonders relevant für B2B, lokale Dienstleistungen und beratungsintensive Angebote. Entscheidend wird, ob die Website klare Antworten liefert: Leistungen, Preise oder Preisspannen, Voraussetzungen, Ablauf, Standorte, Liefergebiet, Kontaktwege und häufige Einwände sollten leicht auffindbar sein.
 

Direct Offers: Angebote müssen maschinenlesbar und kaufnah sein

Google erweitert Direct Offers. Marken können Angebotsarten wie Rabatte, Gutscheine oder kostenlose Zugaben einbinden. Zusaetzlich testet Google native Checkout-Optionen für Händler, die entsprechende Commerce-Infrastruktur nutzen.

Für Ads Manager steigt damit die Bedeutung sauberer Angebotslogik. Ein Rabatt sollte nicht nur kreativ kommuniziert werden, sondern in Feed, Landingpage, Merchant Center und Kampagnenstruktur konsistent auftauchen. Sonst entstehen Reibung, Ablehnungen oder schlechtere Nutzererlebnisse.

Kampagnen-Check: Diese Punkte sollten jetzt auf die Liste

  • Feeds prüfen: Sind Titel, Attribute, Preise, Verfügbarkeiten, Bilder und Promotions aktuell und eindeutig?
  • Landingpages auf Suchintention ausrichten: Beantwortet die Seite die wichtigsten Fragen, bevor Nutzerinnen und Nutzer abspringen
  • Assets schärfen: Sind Vorteile, Beweise, Angebote und USPs klar genug, damit sie in KI-Antworten verwertbar sind?
  • Conversion-Signale bereinigen: Werden Leads, Sales, Offline-Conversions und Value-Signale sauber erfasst und an Google Ads zurückgespielt?
  • PMax, Shopping und AI Max einordnen: Welche Kampagnen liefern belastbare Signale, und wo braucht es mehr Kontrolle, Ausschlüsse oder bessere Assets?
  • Reporting anpassen: Welche Suchanfragen, Produktgruppen, Assets und Landingpages zeigen wirklich inkrementellen Wert?
     

Wichtigste Änderungen von Google im Überblick

ThemaWas Google testetRelevanz
Neue FormateConversational Discovery Ads und Highlighted AnswersAnzeigen müssen Suchintention und Nutzen klarer beantworten.
ShoppingKI-basierte Produktempfehlungen mit ErklaerungFeed-Qualitaet, Attribute und Bilder werden noch wichtiger.
LeadsChatbasierter Verkaufsassistent in AnzeigenWebsite-Inhalte müssen Beratungsfragen verlaesslich beantworten.
AngeboteAusbau von Direct Offers und native Checkout-OptionenPromotions, Preise und Checkout-Pfade sollten konsistent sein.
KennzeichnungAnzeigen bleiben als gesponsert markiertTransparenz bleibt relevant, Performance hängt aber stärker an Relevanzsignalen.

Einordnung

Google rollt diese Anzeigenformate nicht flächendeckend aus, sondern testet sie. Trotzdem ist die Richtung klar: Suche, Shopping und Lead Gen werden stärker dialogisch. Ads Manager sollten die Entwicklung nicht nur beobachten, sondern die Grundlagen jetzt verbessern.

Die beste Vorbereitung ist kein einzelner neuer Kampagnentyp, sondern ein belastbares Setup: saubere Daten, nachvollziehbare Angebote, starke Creatives, klare Landingpages und Conversion-Messung, die echte Geschäftsergebnisse abbildet.

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Hier finden Sie mehr Informationen zu Suchmaschinenwerbung mit krick.com.

Quellen:
Google Blog: A new generation of ads for the AI era of Search, 20. Mai 2026.
Google Ads Help: Google Marketing Live 2025 - Ankündigungen zu AI Max für Suchkampagnen und weiteren Google-Ads-Funktionen.

Über die Autorin

Johanna ist Senior Marketing Managerin und Teamleitung Marketing bei krick.com. Mit mehr als zehn Jahren Expertise im digitalen Marketing und einem Studium der Betriebswirtschaft bringt sie umfassendes Fachwissen in ihre Position ein.

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