Social Media News August 2026: Neue Funktionen bei Instagram, WhatsApp und YouTube
Mehr Möglichkeiten bei der Videobearbeitung, neue Regeln für KI-generierte Profile, praktischere WhatsApp-Gruppen und eine engere Verbindung zwischen YouTube Shopping und Amazon: Bei den großen Social-Media-Plattformen gibt es einige Neuerungen. Wir fassen die wichtigsten Social Media News vom August 2026 zusammen.

Inhaltsverzeichnis
- Instagram Updates: Edits bekommt zahlreiche neue Funktionen
- Instagram Edits verbessert den Workflow bei der Videobearbeitung
- Neue Videoeffekte und KI-Funktionen in Instagram Edits
- Instagram kennzeichnet KI-generierte Profile deutlicher
- WhatsApp Updates: Neue Funktionen für Gruppenchats
- WhatsApp verbessert die Account-Sicherheit
- YouTube Shopping: Amazon-Produkte direkt in Videos markieren
- Fazit: Social-Media-Plattformen erweitern ihre Funktionen deutlich
- Quellen
Social-Media-Plattformen entwickeln ihre Funktionen kontinuierlich weiter. Dabei geht es längst nicht mehr nur um neue Formate oder kleine Designänderungen. Viele aktuelle Updates betreffen direkt die Erstellung von Content, die Kommunikation mit anderen Nutzern, die Sicherheit von Accounts oder neue Möglichkeiten zur Monetarisierung.
Besonders viele Neuerungen gibt es derzeit bei Instagram. Meta erweitert die Videobearbeitungs-App Edits um neue Audio-, Untertitel-, Workflow- und Effektfunktionen. Gleichzeitig soll bei KI-generierten Profilen mehr Transparenz entstehen.
Auch WhatsApp erhält neue Funktionen für Gruppen und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Bei YouTube wiederum rückt Shopping stärker in den Fokus. Berechtigte Creator können Amazon-Produkte direkt in Videos, Shorts und Livestreams markieren.
Wir zeigen, was sich bei den einzelnen Plattformen verändert.
Instagram Updates: Edits bekommt zahlreiche neue Funktionen
Instagram baut seine Videobearbeitungs-App Edits weiter aus. Die aktuellen Neuerungen betreffen mehrere Bereiche gleichzeitig. Creator erhalten zusätzliche Möglichkeiten für Untertitel und Audio, können ihren Bearbeitungsprozess flexibler gestalten und neue Effekte einsetzen.
Zu den wichtigsten Edits Updates gehören:
- automatische zweisprachige Untertitel in 15 Sprachen
- automatisch generierte Songtexte
- neue Filter für die Suche nach Audio
- Import eigener Audiodateien
- mehrere Versionen eines Projekts
- automatische Ausrichtungshilfen für Elemente
- erweiterte Vorlagen
- Export von Videos mit bis zu 15 Minuten Länge
- neue Ein- und Ausblendeffekte
- Deckkraft- und Blending-Einstellungen
- KI-basierte Stiländerungen per Textprompt
Zweisprachige Untertitel für mehrsprachigen Content
Eine der Neuerungen sind zweisprachige Untertitel. Edits kann vorhandene Untertitel automatisch in eine zweite Sprache übersetzen.
Aktuell stehen dafür 15 Sprachen zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Hindi, Japanisch und Koreanisch.
Die Funktion lässt sich direkt über den Bereich „Untertitel“ aktivieren. Dort kann eine zweite Sprache ausgewählt werden, bevor Edits die zusätzlichen Untertitel generiert.
Damit lassen sich Videos leichter für Zuschauer aufbereiten, die eine andere Sprache sprechen. Gerade bei Content, der sich an ein internationales Publikum richtet, kann das den Bearbeitungsprozess vereinfachen.
Edits generiert jetzt auch Songtexte
Neben normalen Untertiteln kann Edits jetzt Songtexte aus ausgewählter Musik generieren. Dafür wird zunächst Musik zur Timeline hinzugefügt. Anschließend lässt sich über den Untertitel-Bereich die Option „Songtext“ auswählen.
Die automatisch erzeugten Lyrics können anschließend ähnlich wie andere Untertitel formatiert werden.
Auch die Suche nach passender Musik wird erweitert. Audio-Assets lassen sich nach bestimmten Stimmungen oder Interessen filtern. Genannt werden beispielsweise Stimmungen wie „entspannt“ oder „selbstbewusst“ sowie Themenbereiche wie Mode und Reisen.
Eigene Audiodateien in Edits importieren
Creator sind außerdem nicht mehr ausschließlich auf die vorhandene Musikbibliothek angewiesen. Audio kann direkt aus einem Video extrahiert oder als Datei vom eigenen Gerät importiert werden.
Nach dem Import lässt sich die Datei in der persönlichen Bibliothek speichern. Dadurch kann sie später auch für andere Projekte verwendet werden.
Das ist beispielsweise für wiederkehrende Intros, eigene Sounds oder andere Audioelemente interessant, die regelmäßig in Videos vorkommen.
Instagram Edits verbessert den Workflow bei der Videobearbeitung
Neben Audio und Untertiteln nimmt Instagram auch den eigentlichen Bearbeitungsprozess in den Blick. Neue Funktionen sollen dafür sorgen, dass Projekte leichter angepasst und Elemente genauer positioniert werden können.
Mehrere Versionen eines Projekts erstellen
Mit den neuen Projektversionen können innerhalb eines Edits-Projekts verschiedene Varianten angelegt werden.
Wer beispielsweise zwei unterschiedliche Schnitte oder kreative Ansätze ausprobieren möchte, muss dafür nicht mehr mehrere eigenständige Projekte erstellen. Versionen können hinzugefügt, umbenannt und jederzeit gewechselt werden.
Dadurch lässt sich mit unterschiedlichen Varianten experimentieren, ohne das ursprüngliche Projekt zu überschreiben.
Elemente einfacher und genauer ausrichten
Auch die Positionierung von Texten, Stickern und Overlays wird angepasst.
Beim Verschieben eines Elements erscheinen jetzt automatisch Ausrichtungshilfen. Sie zeigen unter anderem an, wenn ein Element mittig im Bild oder passend zu einem anderen Element positioniert ist.
Damit entfällt das manuelle Abschätzen, ob beispielsweise ein Text wirklich zentriert ist.
Neue Möglichkeiten für Edits-Vorlagen
Vorlagen werden ebenfalls erweitert. Creator können Overlays integrieren und einzelne Clips innerhalb einer Vorlage sperren.
Wird ein Clip fixiert, bleibt er an der vorgesehenen Position. Das gilt auch dann, wenn andere Nutzer die Vorlage übernehmen.
Dadurch können Vorlagen komplexer aufgebaut werden und gleichzeitig feste Bestandteile enthalten.
Edits unterstützt Videos mit bis zu 15 Minuten Länge
Eine weitere wichtige Neuerung betrifft die Videolänge.
Edits kann inzwischen Videos mit einer Länge von bis zu 15 Minuten exportieren. Laut Instagram steht diese Funktion derzeit auf iOS-Geräten zur Verfügung.
Dadurch eignet sich die App nicht mehr ausschließlich für sehr kurze Social-Media-Clips. Auch längere Tutorials, Vlogs oder mehrteilige Inhalte können innerhalb von Edits bearbeitet und exportiert werden.
Neue Videoeffekte und KI-Funktionen in Instagram Edits
Instagram ergänzt Edits zusätzlich um weitere Gestaltungsmöglichkeiten.
15 neue Animationseffekte
Für Ein- und Ausblendungen stehen 15 Animationseffekte zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise Effekte wie „Glitch Out“ oder „Particles In“.
Sie werden direkt auf einzelne Clips angewendet und sollen dynamischere Übergänge ermöglichen. Auch diese Funktion ist laut Instagram derzeit auf iOS-Geräten verfügbar.
Deckkraft und Blending anpassen
Neu sind außerdem zusätzliche Einstellungen für Deckkraft und Blending.
Damit kann gesteuert werden, wie stark Texte, Sticker, Untertitel, Overlays oder einzelne Clips sichtbar sind und wie verschiedene Ebenen miteinander wirken.
Vor allem bei Videos mit mehreren grafischen Elementen eröffnet das zusätzliche Möglichkeiten bei der Gestaltung.
Videostil per Textprompt verändern
Auch generative KI zieht stärker in Edits ein.
Mit der Funktion „Stil ändern“ kann ein gewünschter Look über einen Textprompt beschrieben werden. Alternativ lassen sich vorhandene Voreinstellungen auswählen.
Instagram weist darauf hin, dass die Funktion nur in ausgewählten Ländern verfügbar ist und Generierungsbeschränkungen gelten können.
Instagram kennzeichnet KI-generierte Profile deutlicher
Nicht nur die Erstellung von Content mit KI entwickelt sich weiter. Instagram passt gleichzeitig den Umgang mit vollständig KI-generierten Profilen an.
Aus dem bisherigen Label „KI-Creator“ wird das deutlichere „KI-generiertes Profil“.
Nutzer sollen KI-Personen leichter erkennen
Hintergrund der Änderung ist laut Instagram der Wunsch nach mehr Transparenz.
Nutzer sollen leichter erkennen können, ob das Profil tatsächlich einen Menschen oder eine KI-generierte Person darstellt. Instagram zufolge reagieren Nutzer negativ darauf, wenn ein Profil zunächst menschlich wirkt und sich erst später herausstellt, dass die dargestellte Person mit KI erstellt wurde.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen einem KI-generierten Profil und der normalen Nutzung von KI-Tools. Creator, die KI lediglich als Bestandteil ihres kreativen Prozesses einsetzen, müssen das Profil-Label nicht aktivieren.
Fehlende Kennzeichnung kann die Reichweite einschränken
Für vollständig KI-generierte Profile wird die Kennzeichnung dagegen wichtiger.
Instagram kündigt an, die Reichweite von Profilen einzuschränken, die eine KI-generierte Person zeigen, aber nicht entsprechend gekennzeichnet sind.
Wer das Label selbst aktiviert, soll dadurch keine Veränderung seiner Reichweite feststellen.
Nicht korrekt gekennzeichnete Profile können dagegen ihre Berechtigung für Empfehlungen verlieren. Betroffene Accounts werden darüber informiert und können ihren Status im Bereich „Kontostatus“ überprüfen.
Dort besteht auch die Möglichkeit, eine Entscheidung anzufechten, falls Instagram ein Profil fälschlicherweise als nicht korrekt gekennzeichnet einstuft.
WhatsApp Updates: Neue Funktionen für Gruppenchats
Auch WhatsApp erweitert seine Funktionen. Ein Schwerpunkt liegt auf Gruppenchats.
Die Neuerungen sollen Entscheidungen innerhalb von Gruppen vereinfachen und die Organisation verbessern.
Umfragen werden flexibler
WhatsApp erweitert die bereits vorhandenen Umfragen um drei Funktionen.
Nutzer können ein Enddatum für eine Abstimmung festlegen. Sobald die Frist abgelaufen ist, wird die Abstimmung geschlossen.
Zusätzlich können Namen der Teilnehmer ausgeblendet werden. Abstimmungen sind damit auf Wunsch anonym.
Außerdem lassen sich Fragen innerhalb von 15 Minuten nach der Erstellung bearbeiten. Tippfehler oder unklare Formulierungen können dadurch nachträglich korrigiert werden.
@all benachrichtigt die gesamte Gruppe
Mit „@all“ führt WhatsApp außerdem eine Möglichkeit ein, alle Mitglieder eines Gruppenchats gleichzeitig zu erwähnen.
Das kann beispielsweise bei kurzfristigen Änderungen, Terminen oder anderen wichtigen Informationen hilfreich sein.
In Gruppen mit mehr als 32 Mitgliedern steht die Funktion ausschließlich Administratoren zur Verfügung.
Nutzer können Benachrichtigungen für @all in ihren Einstellungen deaktivieren.
Neue Chats aus bestehenden Gruppen erstellen
Eine weitere Neuerung erleichtert kleinere Nebenunterhaltungen.
Aus einer bestehenden WhatsApp-Gruppe kann direkt eine neue Gruppe mit ausgewählten Mitgliedern erstellt werden. Die Kontakte müssen dafür nicht einzeln hinzugefügt werden.
Damit lassen sich separate Unterhaltungen eröffnen, ohne den ursprünglichen Gruppenchat mit zusätzlichen Themen zu füllen.
WhatsApp verbessert die Account-Sicherheit
Neben den Gruppenfunktionen führt WhatsApp weitere Sicherheitsmaßnahmen ein.
Dabei konzentriert sich die Plattform auf die Zwei-Schritt-Verifizierung, unbekannte Anrufer und Passkeys.
Die wichtigsten Änderungen:
- Die bisherige sechsstellige PIN der Zwei-Schritt-Verifizierung wird durch ein vollständiges Passwort ersetzt. Dieses kann länger sein und Buchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen enthalten.
- Auf Android werden bei unbekannten Anrufern zusätzliche Informationen angezeigt. Dazu gehört beispielsweise, ob eine Nummer aus einem anderen Land stammt oder gemeinsame WhatsApp-Gruppen bestehen.
- Laut WhatsApp nutzen bereits mehr als eine Milliarde Menschen Passkeys. Zusätzlich können mehrere Passkeys für ein Konto hinterlegt werden, wenn WhatsApp beispielsweise auf Android- und iOS-Geräten verwendet wird.
Passkeys ermöglichen die Anmeldung unter anderem über Fingerabdruck, Face ID oder den Sperrcode des Geräts.
YouTube Shopping: Amazon-Produkte direkt in Videos markieren
Auch YouTube baut seine Shopping-Funktionen weiter aus.
Berechtigte Creator können Amazon-Produkte direkt in Videos, Shorts und Livestreams markieren. Zuschauer können die Produkte dadurch direkt entdecken und über Amazon kaufen.
YouTube und Amazon Accounts müssen verbunden werden
Die Funktion steht nicht automatisch allen YouTube-Kanälen zur Verfügung.
Unter anderem müssen Creator am YouTube Partner Program und am YouTube Shopping Affiliate-Programm in den USA teilnehmen. Zusätzlich wird ein aktives Konto beim Amazon Influencer Program oder Amazon Associates Program benötigt.
Der jeweilige YouTube-Kanal muss außerdem mit dem Amazon-Konto verbunden sein.
Accounts, die bereits vor September 2024 miteinander verknüpft wurden, müssen laut YouTube erneut verbunden werden.
Produkte manuell oder automatisch markieren
Nach der erfolgreichen Verknüpfung können verfügbare Amazon-Produkte über YouTube Studio ausgewählt und innerhalb des Contents markiert werden.
Zusätzlich kann YouTube bei aktivierter Auto-Tagging-Funktion hochgeladene Inhalte überprüfen und passende Produkte automatisch erkennen und markieren.
In YouTube Studio stehen anschließend Kennzahlen wie Klicks und geschätzte Einnahmen zur Verfügung.
Die endgültigen Einnahmen aus Amazon-Provisionen werden gemeinsam mit bestehenden YouTube-Affiliate-Zahlungen über AdSense ausgezahlt.
Fazit: Social-Media-Plattformen erweitern ihre Funktionen deutlich
Die aktuellen Social Media News zeigen, wie unterschiedlich sich die großen Plattformen derzeit weiterentwickeln.
Instagram konzentriert sich mit Edits stark auf die Content-Produktion. Neue Untertitel-, Audio-, Workflow- und Effektfunktionen geben Creatorn mehr Möglichkeiten, Videos direkt innerhalb der Meta-Umgebung zu erstellen. Gleichzeitig setzt Instagram bei KI-generierten Profilen stärker auf Transparenz und macht eine korrekte Kennzeichnung relevanter für die Reichweite.
WhatsApp verbessert dagegen vor allem Gruppenkommunikation und Sicherheit. Erweiterte Umfragen, @all-Erwähnungen und neue Möglichkeiten zum Erstellen von Gruppen sollen die Organisation vereinfachen. Stärkere Zwei-Schritt-Verifizierung und zusätzliche Informationen bei unbekannten Anrufern sollen Accounts besser schützen.
YouTube entwickelt währenddessen seine Shopping-Funktionen weiter. Die direkte Integration von Amazon-Produkten schafft für berechtigte Creator eine zusätzliche Möglichkeit, Produkte innerhalb ihrer Inhalte zu präsentieren und Affiliate-Einnahmen zu erzielen.
Für Unternehmen und Creator lohnt es sich deshalb, die neuen Funktionen im Blick zu behalten und zu prüfen, welche davon für den eigenen Social-Media-Auftritt sinnvoll eingesetzt werden können.
Quellen
- Instagram: https://creators.instagram.com/blog
- Meta: https://about.fb.com/news/
- YouTube: https://blog.youtube/

