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PHP2Shell: Kritische Sicherheitslücken in PHP – was Website-Betreiber jetzt wissen müssen

WebsitesLesedauer: ca. 4 Minuten
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Zwei kritische Sicherheitslücken in der weitverbreiteten Programmiersprache PHP sorgen aktuell für Aufmerksamkeit. Die unter dem Namen „PHP2Shell“ bekannt gewordenen Schwachstellen können es Angreifern ermöglichen, Schadcode auf Webservern auszuführen. Welche Websites betroffen sein können, wie groß das Risiko ist und was Betreiber jetzt beachten sollten, erklären wir in diesem Beitrag.

Bilschirm mit Sicherheitshinweis für php-Update
KI generiert

Was ist PHP2Shell?

Am 21. Oktober 2026 wurden zwei kritische Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP öffentlich bekannt. Sie werden unter dem Namen „PHP2Shell“ zusammengefasst und tragen die offiziellen Kennungen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619. Beide Schwachstellen wurden mit einem Schweregrad von 9,2 von 10 Punkten bewertet und gelten damit als kritisch. Das Besondere: Die Sicherheitslücken befinden sich direkt in PHP und nicht in einzelnen Websites, Plugins oder Content-Management-Systemen. Damit können sie eine Vielzahl unterschiedlicher Webanwendungen betreffen.

Warum sind so viele Websites potenziell betroffen?

PHP gehört zu den am weitesten verbreiteten Programmiersprachen im Internet. Sie wird auf Webservern eingesetzt, um dynamische Inhalte zu erzeugen und Funktionen von Websites auszuführen. Auch bekannte Content-Management-Systeme wie WordPress, TYPO3 und Drupal basieren auf PHP. Die Sicherheitslücken betreffen die zugrunde liegende PHP-Technologie. 

Das bedeutet: Selbst wenn ein Content-Management-System und seine Erweiterungen vollständig aktualisiert sind, kann eine Website durch eine veraltete PHP-Version gefährdet sein. 

Ob eine Website tatsächlich angreifbar ist, hängt unter anderem von der eingesetzten PHP-Version und der Serverkonfiguration ab.

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Welche Gefahren gehen von PHP2Shell aus?

Die beiden Schwachstellen ermöglichen unter bestimmten Voraussetzungen eine sogenannte Remote Code Execution (RCE). Das bedeutet, dass Angreifer aus der Ferne eigenen Programmcode auf einem betroffenen Server ausführen können, ohne sich zuvor anmelden zu müssen.

Ein erfolgreicher Angriff könnte schwerwiegende Folgen haben:

  • Datendiebstahl: Vertrauliche Informationen oder Kundendaten könnten ausgelesen werden.

  • Manipulation: Inhalte und Funktionen einer Website könnten unbemerkt verändert werden.

  • Einschleusung von Schadsoftware: Angreifer könnten schädliche Programme auf dem Server platzieren.

  • Ausfälle: Websites oder Webanwendungen könnten beeinträchtigt oder vollständig lahmgelegt werden.

Wichtig ist dabei: Eine vorhandene Sicherheitslücke bedeutet nicht automatisch, dass eine Website bereits angegriffen wurde. Sie eröffnet jedoch eine potenzielle Angriffsmöglichkeit, die schnellstmöglich geschlossen werden sollte.

Welche PHP-Versionen sind betroffen?

Die Schwachstellen betreffen zahlreiche PHP-Versionen, darunter auch bisher unterstützte Versionen.Am 21. Oktober 2026 wurden deshalb Sicherheitsupdates für folgende PHP-Versionen veröffentlicht:

PHP-VersionAbgesicherte Version
PHP 8.58.5.12
PHP 8.48.4.27
PHP 8.38.3.36
PHP 8.28.2.35

Auch ältere PHP-Versionen können betroffen sein. Für nicht mehr offiziell unterstützte Versionen sind gegebenenfalls Sicherheitsupdates des jeweiligen Betriebssystem- oder Softwareanbieters erforderlich.

Was sollten Website-Betreiber jetzt tun?

Bei kritischen Sicherheitslücken zählt vor allem eine schnelle Reaktion. Website-Betreiber sollten daher zeitnah prüfen, ob ihre Systeme betroffen sind und ob die erforderlichen Updates bereits durchgeführt wurden.

1. PHP-Version überprüfen

Zunächst sollte geklärt werden, welche PHP-Version auf dem Webserver eingesetzt wird. Diese Information ist häufig im Hosting-Panel verfügbar oder kann beim Hosting-Anbieter erfragt werden.

2. Sicherheitsupdates durchführen

Betroffene PHP-Installationen sollten schnellstmöglich auf eine abgesicherte Version aktualisiert werden. Dabei ist auf die Kompatibilität mit dem eingesetzten Content-Management-System und weiteren Anwendungen zu achten.

3. Hosting-Anbieter kontaktieren

Wer seine Website nicht selbst technisch verwaltet, sollte beim Hosting-Anbieter nachfragen, ob die Sicherheitsupdates bereits eingespielt wurden und ob weiterer Handlungsbedarf besteht.

4. Website-Sicherheit langfristig gewährleisten

Nicht nur akute Sicherheitslücken, sondern auch veraltete Software, fehlende Updates oder unzureichend gewartete Systeme können Sicherheitsrisiken darstellen. Regelmäßige Wartung, Sicherheitsupdates, Backups und die Überwachung der Serverumgebung sind deshalb wesentliche Bestandteile eines sicheren Website-Betriebs.

Warum regelmäßige Wartung und sichere Hosting-Infrastruktur so wichtig sind

Der aktuelle Fall zeigt, dass die Sicherheit einer Website nicht allein von ihrem Content-Management-System abhängt. Auch die darunterliegende Serverinfrastruktur muss kontinuierlich gepflegt und aktualisiert werden. Neue Schwachstellen können jederzeit entdeckt werden, selbst in Technologien, die seit vielen Jahren zuverlässig eingesetzt werden. Für Unternehmen bedeutet das: Eine professionell entwickelte Website ist nur dann langfristig sicher, wenn auch der technische Betrieb zuverlässig betreut wird. Entscheidend sind klar geregelte Verantwortlichkeiten, regelmäßige Updates und die Fähigkeit, bei neu bekannt gewordenen Sicherheitsrisiken schnell zu reagieren.

So haben krick.com und iWelt auf PHP2Shell reagiert

Auch innerhalb der Krick Unternehmensfamilie wurden unmittelbar nach Bekanntwerden der PHP2Shell-Sicherheitslücken entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Mit iWelt gehört ein erfahrener Internet-Service-Provider zur Krick Unternehmensfamilie, der ein eigenes Rechenzentrum betreibt und unter anderem die Hosting-Infrastruktur für Websites bereitstellt. Bereits am 21. Oktober 2026 wurden umgehend Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet und die verfügbaren Updates durchgeführt. Die relevanten Sicherheitsupdates wurden auf den betroffenen iWelt-Webservern eingespielt. 

Damit sind die bekannt gewordenen Schwachstellen auf den entsprechend aktualisierten Systemen behoben. Für Kunden, deren Websites auf diesen Systemen gehostet werden, besteht nach aktuellem Kenntnisstand durch diese Sicherheitslücken kein weiteres Risiko. Die weitere Sicherheitsentwicklung wird selbstverständlich laufend beobachtet. 

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Über die Autorin

Johanna ist Senior Marketing Managerin und Teamleitung Marketing bei der Krick Unternehmensfamilie. Mit mehr als zehn Jahren Expertise im digitalen Marketing und einem Studium der Betriebswirtschaft bringt sie umfassendes Fachwissen in ihre Position ein.

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