Erneuerbare Energien: Warum wir sie für eine nachhaltige Energiepolitik brauchen


Der Begriff der erneuerbaren Energien ist bereits seit vielen Jahren in aller Munde. Wir erklären, welche Energiequellen es gibt, warum sie so wichtig sind und wie die Krick Unternehmensfamilie ihren Teil zur nachhaltigen Energiepolitik beiträgt.

 

Was sind erneuerbare Energien?

Mit erneuerbaren Energien sind Energiequellen gemeint, die unbegrenzt zur Verfügung stehen oder sich schnell regenerieren. Mit eben dieser Erneuerung in kürzester Zeit unterschieden sie sich von den fossilen Energieträgern, die sich gar nicht oder nur über einen sehr langen Zeitraum regenerieren, wie Kohle, Öl oder Gas. Neben der effizienten Nutzung sind erneuerbare Energien für eine nachhaltige Energiepolitik essenziell. Zu diesen regenerativen Energieträgern zählen Solarenergie, Wasserkraft, Windenergie an Land und auf See, Bioenergie und Geothermie. Was alle erneuerbaren Energien gemeinsam haben, ist die Nutzung natürlicher Energieströme und der Kraft der Sonne zur Regeneration.

 

Die einzelnen Energiequellen im Überblick

In den letzten Jahren stieg der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland stetig. Laut Umweltbundesamt wurde 2020 rund 4 Prozent mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt als 2019 und somit erstmals die Stromerzeugung aus fossilen Energiequellen übertroffen.

Solarenergie

Durch Nutzung der Sonnenstrahlung können Solarzellen in Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen), solarthermische Kraftwerke oder Sonnenkollektoren die Strahlungsenergie in Strom oder Wärme umwandeln.

Photovoltaikanlagen tragen in Deutschland einen erheblichen Teil zur Stromversorgung bei. 2020 wurden 50,6 Mrd. kWh Strom allein aus PV-Anlagen erzeugt. Die Solarzellen in der Anlage liefern Gleichstrom, der für den Betrieb elektrischer Geräte im eigenen Haushalt genutzt werden kann. Zudem können die PV-Anlagen den Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln, welcher im Anschluss direkt ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann.
Da diese Form der erneuerbaren Energie auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Stromversorgung in Deutschland darstellen wird, werden netzgekoppelte Photovoltaikanlagen mit dem Erneuerbare-Energie-Gesetz gefördert.

Wasserkraft

Die Methode der Wasserkraft wird bereits sehr lange genutzt. Früher wurde die Strömungsenergie mit einem Turbinenrad in mechanische Energie umgewandelt, mit der dann Maschinen und Geräte angetrieben wurden. In Deutschland wird heute nahezu ausschließlich elektrischer Strom mit Wasserkraft erzeugt, die Strömungsenergie wird also in einem Wasserkraftwerk in elektrische Energie umgewandelt.
Wasserkraft wie auch Windkraft ermöglichen die indirekte Nutzung der Sonnenenergie, um Strom zu gewinnen.

Windkraft

Mit Windkraft wurden 2020 131 Mrd. kWh Strom erzeugt, womit sie den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien beitrug.
Windkraftanlagen erzeugen durch die Nutzung der natürlichen Kraft des Windes elektrische Energie. Der Wind treibt einen elektrischen Generator an, der die Bewegung in elektrische Energie umwandelt. Man unterscheidet bei Windenergie zwischen Onshore und Offshore. Onshore ist die Windenergie an Land, die Windkraftanalagen stehen also auf dem Festland. Offshore bedeutet hingegen, dass die Anlagen im Meer verankert sind. Der Wind ist hier konstanter und stärker, wodurch mehr Strom erzeugt werden kann, dafür sind die Baukosten deutlich höher.

Bioenergie

Die Bioenergie kann in fester, flüssiger oder gasförmiger Form zur Erzeugung von Strom und Wärme, aber auch für Biokraftstoffe, verwendet werden. Dafür werden Biomassen genutzt, also alle organischen Stoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Neben klassischen Bioabfällen werden vor allem auch Altholz und Gülle genutzt. Da Biomasse als Rohstoff immer verfügbar ist, ist Bioenergie als erneuerbare Energie besonders wertvoll. Um die Energie zu gewinnen, wird die Biomasse in entsprechenden Heizkraftwerken verbrannt und so Strom oder Wärme erzeugt.

Geothermie

Erdwärme oder Geothermie nutzt, wie der Name verrät, die Wärme der Erde zur Erzeugung von Strom, zum Heizen oder Kühlen. Dabei unterscheidet man zwischen drei Verfahren: es gibt oberflächennahe Geothermie, die bis 400m in die Tiefe geht und mit Wärmepumpen arbeitet. Des Weiteren gibt es geothermische Systeme, die warmes Wasser aus dem Untergrund nutzen und dafür bis 4.500 Meter unter die Erdoberfläche gehen. Das dritte Verfahren ist das der tiefen Geothermie, wobei Wärme aus Gestein, das bis zu 5.000 Meter unter der Erde liegt, für die Stromerzeugung genutzt wird.

 

Warum erneuerbare Energien so wichtig sind

Der Einsatz erneuerbarer Energien ist elementar, um Ressourcen zu schonen und den Treibhausgas-Ausstoß auf der Erde zu verringern, der durch die fossilen Energiequellen enorm steigt. Für den Klimaschutz spielen sie somit eine wichtige Rolle. Im Vergleich zu der immer wieder diskutierten Atomkraft, stellen erneuerbare Energien zudem keine Gefahr dar und bringen kein Endlagerproblem mit sich. Nicht zuletzt muss man außerdem bedenken, dass die fossilen Brennstoffe nicht unendlich vorkommen, und somit der Schritt zu regenerativen Quellen die einzig richtige Konsequenz ist. 

 

Das innovative und effiziente Energiekonzept der Krick Unternehmensfamilie

Als international tätige Unternehmensfamilie ist uns der Umweltschutz besonders wichtig. Wir möchten wertvolle Ressourcen schützen, Schadstoffemissionen vermeiden und aktiv Klimaschutz betreiben, um nachhaltig unsere Umwelt zu schonen. Denn wir wissen: Es liegt an uns, nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.

Deshalb setzen wir konsequent auf ein nachhaltiges Energiekonzept. Zum einen nutzen wir in der Krick Unternehmensfamilie die Abwärme unserer Computerserver zur Wassererwärmung. Zum anderen beruht unsere Heizungs-, Klima- und Kältetechnik auf dem Prinzip der Geothermie. Das Krick-Gebäude reguliert mit Hilfe der sogenannten Betonkern-Temperierung das Innenraumklima selbst. Dazu wurde es auf einem Fundament von 70 Säulen, die 20 Meter in den Untergrund reichen, errichtet. Diese Säulen leiten eine Temperatur von fünf bis zehn °C, welche das Grundwasser kontinuierlich liefert, über ein komplexes Rohrleitungssystem in die Räume des Unternehmens. Aufgrund dieses Geothermie-Systems können wir sowohl auf einen Gas-/Öl-Brenner, der CO2 erzeugt, wie auch auf eine Klimaanlage, die Strom verbraucht, verzichten.
Um dieses Konzept weiterführen zu können, wird im Herbst dieses Jahrs auch die Energiezentrale im Haus saniert. Die neue Zentrale bietet noch mehr Effizienz und energetische Vorteile, um weiterhin für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. 

07.09.2021

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