Dos und Don'ts bei der Zusammenarbeit mit Influencern


Die Zusammenarbeit mit Influencern ist längst keine Randerscheinung mehr. Immer mehr Unternehmen sind sich dem Einfluss dieser Kooperationspartner und der möglichen Erfolgschancen bewusst. Aber wie geht man mit Influencern richtig um, sodass eine langfristige und erfolgreiche Partnerschaft entsteht?

Influencer, also reichweitenstarke Personen in sozialen Medien, haben in der Welt des Marketings enorm an Bedeutung gewonnen. Unternehmen nutzen die Reichweite der Kooperationspartner, um ihre Markenbotschaften zu verbreiten und bestenfalls Produkte zu verkaufen. Nicht umsonst heißen sie Influencer, denn mit ihrem Einfluss kann der Erfolg eines Produktes oder einer Dienstleistung stehen und fallen. Laut einer Studie der Agentur Takumi investieren 73 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen dieses Jahr mehr Budget in Influencer Marketing als im Vergangenen. Viele Unternehmen sind allerdings auf schnelle Erfolge aus und machen dabei häufig Fehler, die es besser zu vermeiden gilt.

Diese schnellen Erfolge sind auch der erste Faktor, der negativen Einfluss haben kann. Statt kurzfristigen Kooperationen sollte auf langfristige Zusammenarbeit gesetzt werden, die stetig gepflegt werden muss. Nur so kann die Community des Influencers nachhaltig vom Unternehmen überzeugt werden und eine Bindung aufbauen. Besser also man spricht von Influencer Relations, statt Marketing.

Viele Marketingverantwortliche haben bei den Kooperationen ihr Hauptaugenmerk auf der Followerzahl der Influencer und suchen diese nach dem Motto „the bigger the better“ aus. Allerdings sind Follower nicht gleich zahlende Kunden. Nur, weil ein Influencer 6- oder 7-stellige Abonnenten hat, heißt das nicht, dass diese auch die von ihm präsentierten Produkte kaufen wollen. Außerdem gibt es unter den Millionen von Followern dann häufig viele Fake-Profile, Dubletten oder ähnliche Accounts, die keinen Mehrwert bringen. Betrachtet man hingegen die Beitragsreichweite, erhält man eine deutlich verlässlichere Aussage. Influencer mit kleinerer Reichweite, sogenannte Micro-Influencer, sind häufig sogar die bessere Wahl, da das Engagement hier überdurchschnittlich hoch ist.  Das gleiche gilt im Übrigen für Kommentare: Qualität ist wichtiger als Quantität. Ein Beitrag mit mehreren hundert Kommentaren, die aber aus Emojis oder aus dem Kontext gerissenen Inhalten bestehen, ist nicht mehr wert als einer mit deutlich weniger Kommentaren, die authentisch sind und inhaltlich zum Beitrag passen.

Bei der Wahl des richtigen Influencers sollten Unternehmen zudem nicht vorschnell handeln. Vor der Kontaktaufnahme sollten bereits das Profil und die Community genau analysiert werden. Welche Produkte stellt der Influencer vor? Wie präsentiert er sie – würde das zu meinem Unternehmen passen? Entspricht seine Community meiner Zielgruppe im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Interessen, etc.? Nur, wer diese Fragen im Voraus beantwortet, wird den passenden Kooperationspartner finden. Im Anschluss gilt es dann bei erster Kontaktaufnahme das Media Kit des Influencers anzufordern, um auch Einblick in die Insights zu haben: neben den Preisvorstellungen sind hier Statistiken zu den Besuchern pro Monat oder Interaktionen sowie Infos zu Zielgruppe und bereits eingegangenen Kooperationen.

Ist die Kooperation bereits im Gange, neigen viele Unternehmen dazu, dem Kooperationspartner die Richtung seiner Inhalte vorgeben zu wollen. Ein Briefing ist natürlich essenziell, um zu garantieren, dass beide Parteien wissen, wie die Kooperation ablaufen soll. Allerdings müssen dem Influencer gewisse Freiräume und Möglichkeiten gegeben werden. Viele Influencer kooperieren gar nicht mit Unternehmen, die ihnen den Inhalt genau vorgeben wollen. Und selbst wenn der Influencer die Kooperation eingeht, kommt erzwungener Content selten gut an. Gibt man hingegen das Zepter aus der Hand und lässt ihm Freiraum, kann er seine Community mit Authentizität vom Produkt begeistern.

Um den Influencer langfristig für das Unternehmen zu gewinnen, gilt grundsätzlich mit ihm auf Augenhöhe zu kommunizieren. Er muss die Möglichkeit haben, sich kreativ in die Projekte einzubringen, einen Mehrwert von der Kooperation haben – nicht nur finanzieller Art – und das Gefühl bekommen, einen wichtigen Beitrag zu leisten. Wenn Unternehmen den Influencer sorgfältig auswählen und auf eine gute Partnerschaft achten, können beiden Seiten profitieren. Ob in sozialen Netzwerken, im Performance Marketing oder im SEA (Search Engine Advertising) und SEO (Search Engine Optimization) Bereich – den Möglichkeiten sind hierbei fast keine Grenzen gesetzt.

Wenn Sie mehr Informationen zur Arbeit mit Influencern benötigen, können Sie sich hier das kostenlose Whitepaper des City Blog Würzburg runterladen.

10.11.2020

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