News-Ticker-Archiv

Frankreich will künftig Online-Werbung besteuern

(24.11.2010)

Frankreich will ab 2011 Online-Werbung besteuern. Der Steuersatz werde bei einem Prozent des für Online-Werbung ausgegebenen Nettobetrages liegen, heißt es in einem  vom französischen Senat beschlossenen Gesetzestext, aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert. Bezahlen soll die Abgabe aber nicht der Werbedienstleister, sondern das Unternehmen, das die Werbung schaltet. Paris begründet dies damit, dass Internet-Konzerne wie Google steuerrechtlich nicht greifbar seien, wenn ihr Firmensitz außerhalb Frankreichs liege.

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Nutzer ignorieren Empfehlungen bei Facebook und Co.

(24.11.2010)

Wer heutzutage ein neues Produkt auf den Markt bringt, setzt dabei meist auch auf soziale Online-Medien. Über die, so die gängige Annahme, würden Verbraucher schneller zum Kauf motiviert als über klassische Werbekampagnen. Eine neue Studie von MIT-Forschern dämpft nun allerdings die Erwartungen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Der soziale Einfluss des Web 2.0 wird demnach überschätzt.

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Neues Betriebssystem: Apple-Chef Steve Jobs macht den Mac zum iPad

(21.10.2010)

Unter anderem soll der App Store für den Kauf von Software in das Mac-System integriert werden. Auch Videofonie wie mit dem iPhone soll es bald geben.

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Online-Bezahlsysteme: Ein Überblick

(20.10.2010)

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NYT und Online-Werbeumsätze

(20.10.2010)

Die New York Times erwirtschaftet mit Online-Werbung ein Drittel ihres Umsatzes.

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Überblick: Smartphones, Tablets, E-Reader

(14.10.2010)

Wie, wann und von wem Internetinhalte genutzt werden, hängt stark von den Geräten ab, mit denen man sie abrufen kann. Mobile Geräte wie Smartphones, Tablets und E-Readern machen Internetinhalte beinahe jederzeit verfügbar.  Der Artikel von Jan Tißler im upload-magazin.de gibt einen umfassenden Überblick dazu.

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2010 eine Million Hörbuch-Downloads erwartet

(30.09.2010)

Hörbuch-Downloads aus dem Internet werden immer beliebter. Die Deutschen haben im ersten Halbjahr 2010 470.000 Hörbücher auf ihre PCs geladen, ein Plus von 12 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2009.

Das hat der Hightech-Verband BITKOM im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben, die am 6. Oktober beginnt. „Für das Gesamtjahr 2010 rechnen wir erstmals mit rund einer Million Hörbüchern aus dem Internet“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Auch die Umsätze der Anbieter stiegen im ersten Halbjahr deutlich – um 17 Prozent auf 4,7 Millionen Euro. Grundlage der Angaben ist eine Erhebung der GfK Panel Services für den BITKOM.

Der Durchschnittspreis für Hörbücher liegt derzeit bei 9,90 Euro. Mit steigender Nachfrage werden die Preise sinken, erwartet der BITKOM. Zu dem Boom trägt eine verbesserte Infrastruktur bei: „Durch schnelle Internet-Anschlüsse werden Hörbuch-Downloads für immer mehr Menschen attraktiv“, sagte Berg. „Die Datenübertragung für ein Hörbuch klappt heute in kürzester Zeit.“ Etwa zwei Drittel aller Haushalte verfügen über Breitband-Internet. Nutzer können sich die Hörbücher sofort nach dem Download am PC oder über ein Gerät mit integriertem MP3-Player anhören. „Künftig kommen vermehrt mobile Geräte für Downloads zum Einsatz“, erklärt Berg. Handys und Smartphones mit UMTS-Standard empfangen in vielen Regionen schon Daten mit DSL-Geschwindigkeit. Noch in diesem Jahr startet der UMTS-Nachfolger LTE, der um ein Vielfaches höhere Geschwindigkeiten ermöglicht.

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Zehn Millionen Deutsche haben Handy-Apps

(28.09.2010)

Bereits zehn Millionen Deutsche haben Apps auf ihrem Handy. Das hat eine repräsentative Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag des BITKOM ergeben. Apps steht für Applikationen, also kleine Zusatzprogramme mit praktischen Anwendungen wie Navigation, Wettervorhersagen oder der Kommunikation in sozialen Netzwerken. Sie können auf vielen Smartphones genutzt werden. Die Besitzer geeigneter Smartphones haben im Durchschnitt 19 Apps auf ihrem Mobiltelefon. „Apps erleichtern und bereichern den Alltag“, sagt BITKOM-Präsidiumsmitglied René Schuster.

21 Prozent aller Handy-Besitzer ab 14 Jahren sagen, dass ihr Mobiltelefon für die Nutzung von Apps geeignet ist. Die Mehrheit (57 Prozent) nutzt nach eigener Aussage noch keine entsprechenden Geräte, und weitere 22 Prozent der Handynutzer sind sich unsicher, ob sie Apps verwenden können. Vor allem ältere Anwender geben an, sich damit nicht auszukennen. „Es gibt noch großen Informationsbedarf, was mit Apps alles möglich ist und wie leicht sie zu bedienen sind“, kommentiert Schuster. „Das Marktpotenzial für Apps ist hoch.“

Bisher sind vor allem Männer große Fans der kleinen Programme. Männliche Smartphone-Nutzer haben nach eigenen Angaben im Schnitt 25 Apps auf ihrem Mobiltelefon, Frauen mit kompatiblen Handys dagegen nur sieben. Große Unterschiede gibt es auch zwischen West und Ost: Während westdeutsche Smartphone-Nutzer durchschnittlich über 20 Apps verfügen, sind es bei ostdeutschen Anwendern lediglich neun.

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Erst sechs von zehn Senioren haben ein Handy

(28.09.2010)

Erst 61 Prozent der Bundesbürger ab 65 Jahren haben ein Handy. Das hat der Hightech-Verband BITKOM zum „Internationalen Tag der älteren Menschen“ mitgeteilt, der auf Beschluss der Vereinten Nationen jährlich am 1. Oktober begangen wird.

„Viele Senioren haben die Vorteile eines Handys schon kennen gelernt, denn gerade für Ältere kann es sich als besonders nützlich erweisen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Im Vergleich zu jüngeren Nutzern gibt es aber noch Nachholbedarf. Manche ältere Menschen trauen sich an Handys nicht heran, obwohl es spezielle Angebote für Senioren gibt.“ Insgesamt besitzen 85 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren ein Handy. Das entspricht 61 Millionen Menschen, wie aus einer Erhebung des Instituts Forsa im Auftrag des BITKOM hervorgeht. Der Trend geht dabei zum Zweit- und Dritthandy, so dass BITKOM mit 111 Millionen Mobilfunk-Anschlüssen in Deutschland bis Ende 2010 rechnet.

„Das Handy bringt nicht nur Flexibilität, sondern auch mehr Sicherheit in den Alltag. Das ist gerade für ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen von Vorteil“, so BITKOM-Präsident Scheer. Der Handymarkt bietet eine breite Palette an Geräten, die auf Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen zugeschnitten sind und sich zum Teil sehr gut für Senioren eignen. Daneben gibt es spezielle Seniorenhandys mit einer Notruftaste oder besonders einfacher Bedienung. BITKOM erwartet, dass sich das Angebot weiterentwickelt. Im Hinblick auf ältere Nutzer gebe es Potenzial für drei Arten von Handys: Mobiltelefone mit besonders einfacher Bedienung, Geräte mit Notfall- und Ortungsfunktionen sowie solche mit medizinischen Zusatzfunktionen.

BITKOM gibt Tipps, worauf ältere Kunden bei der Auswahl von Handy und Mobilfunktarif achten können:

1. Spezielle Seniorenhandys

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Seniorenhandys, die von spezialisierten Anbietern auf den Markt gebracht wurden. Sie haben in der Regel ein gut ablesbares Display mit großer Schrift sowie größere Tasten. So klappt die Bedienung auch, wenn die Augen schon nach-gelassen haben. Häufig haben die Geräte eine spezielle Notruftaste. Bei einigen Geräten kann der Notruf so eingestellt werden, dass zuerst Angehörige angewählt werden und anschließend der Rettungsdienst, falls kein Familienmitglied antwortet. Einzelne Modelle haben sogar ein GPS-Modul, mit dem verletzte oder vermisste Personen geortet werden können. Manche Seniorenhandys bieten zudem spezielle Kurzwahl-Tasten für den schnellen Draht zu Angehörigen oder dem Hausarzt. Oft haben Seniorenhandys ein reduziertes Benutzermenü und bieten nur wenige Zusatzfunktionen wie SMS und Wecker. So manches neuere Modell sieht trotz größerer Abmessungen schick aus.

2. Senioren-geeignete Standard-Handys

Es muss nicht immer ein spezielles Seniorenhandy sein. Auch manche Großserien-Modelle bekannter Anbieter punkten mit großen Tasten und Displays sowie einfacher Bedienung. Wichtig ist, dass die Schrift gut lesbar angezeigt wird und die Menü-Struktur leicht verständlich ist. Häufig sind solche Handys im unteren Preisbereich zu finden. Geeignete Modelle können auf die wichtigsten Grundfunktionen beschränkt sein – nicht alle älteren Menschen wollen mobiles Internet und umfangreiche Multimedia-Funktionen nutzen. Wer einem älteren Angehörigen ein Handy schenken will, sollte überlegen, ob er das Gerät gemeinsam mit dem künftigen Nutzer auswählt. Dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Handy den individuellen Bedürfnissen entspricht.

3. Smartphones

Senioren, die Internet- und Multimedia-Funktionen nutzen möchten, sollten sich Smartphones genauer anschauen. Die Funktionsvielfalt mag auf den ersten Blick abschreckend sein, aber dafür punkten viele Geräte mit großen, berührungsempfindlichen Displays. Manche populäre Geräte lassen sich trotz ihrer Fülle an Funktionen einfach bedienen, die Schriftgröße lässt sich in den meisten Fällen anpassen. Ein Smartphone verlangt mehr Eingewöhnung als Standard- und Seniorenhandys, erlaubt dafür die mobile Nutzung von Online-Services und Navigation.

4. Tarifwahl

Viele Senioren gehören zu den Wenigtelefonierern. Für sie eignen sich Vorkasse-Tarife (Prepaid) oder grundgebührfreie Verträge. So wird nur gezahlt, was sie wirklich telefoniert wurde. Für Vieltelefonierer unter den Senioren kommen auch Verträge mit Inklusiv-Minuten oder Flatrates in Frage. Wer außerdem Internet-Funktionen nutzt, sollte prüfen, ob dafür ein zusätzlicher Daten-Tarif sinnvoll ist. Für gelegentliches Handy-Surfen kann eine Abrechnung nach Minuten oder genutztem Datenvolumen ausreichen, aber bei regelmäßigen Internet-Zugriffen ist in der Regel eine Flatrate oder ein Datenpaket mit Inklusiv-Volumen sinnvoll.

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BITKOM kritisiert Verzicht auf steuerliche FuE-Förderung

(23.09.2010)

Der Hightech-Verband BITKOM hat die Absage der Bundesregierung an eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung in dieser Legislaturperiode scharf kritisiert. In ihrer Koalitionsvereinbarung hatten die Regierungsparteien vereinbart, dieses Instrument zur Steigerung der privatwirtschaftlichen FuE-Aufwendungen einzuführen.

„Die Bundesregierung hat bei der steuerlichen FuE-Förderung ihre Zusage leider gebrochen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Durch diese Entscheidung werden die in Deutschland tätigen Hightech-Firmen bei der Entwicklung von Innovationen international stark benachteiligt.“ Zahlreiche Länder wie die USA, Frankreich, Japan oder Australien nutzen dieses Förderinstrument, um die Innovationskraft ihrer Unternehmen zu stärken. Gleichzeitig werben sie damit um die Ansiedlung von Entwicklungszentren international tätiger Konzerne.

Bei der steuerlichen FuE-Förderung können Unternehmen Personalausgaben für Forscher, Abschreibungen auf Geräte oder Laboranlagen sowie Ausgaben für externe Forschungsaufträge steuermindernd geltend machen. Davon profitieren insbesondere kleine und mittlere Unternehmen. Für sie kommt eine direkte Förderung häufig nicht in Frage, da die Antragsverfahren öffentlicher Forschungsprogramme in der Regel zu aufwändig sind oder kein passendes Programm vorhanden ist. Scheer: „Die steuerliche FuE-Förderung kommt Unternehmen zugute, die in neue Technologien investieren und damit einen Beitrag zur Stärkung des Innovationsstandorts leisten.“ Die Wirksamkeit der steuerlichen FuE-Förderung ist unbestritten. Studien zeigen, dass ein Euro Förderung mindestens einen Euro zusätzliche FuE-Ausgaben der Wirtschaft nach sich ziehen. Sowohl die von der Bundesregierung eingesetzte „Expertenkommission Forschung und Innovation“ (EFI) als auch das Bundesforschungsministerium empfehlen die Einführung der steuerlichen FuE-Förderung.

Trotz dieser Einschätzungen und der Ankündigung im Koalitionsvertrag wurde die Einführung der Maßnahme nun gestoppt. Mit Verweis auf die Haushaltslage sei die Einführung der steuerlichen FuE-Förderung „derzeit nicht realisierbar“, erklärte die Bundesregierung im Bundestag. Aus Sicht des BITKOM konterkariert die schwarz-gelbe Koalition mit ihrer Entscheidung das Ziel, den Anteil der öffentlichen Ausgaben für Bildung und Forschung auf drei Prozent des BIP zu steigern. Seit Jahren sinkt in Deutschland der Anteil staatlicher Förderung für Forschungs- und Entwicklungsleistungen in der Wirtschaft auf aktuell weniger als 5 Prozent. „Viele andere Industrieländer sind den umgekehrten Weg gegangen und unterstützen die private Forschung massiv“, sagte Scheer. Im OECD-Schnitt finanziert der Staat rund 7 Prozent der FuE-Aufwendungen im Unternehmenssektor – die USA liegen gar bei 10 Prozent.

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BITKOM-Index steigt auf 10-Jahres-Hoch

(22.09.2010)

Die Stimmung in der ITK-Branche ist so gut wie seit Jahren nicht mehr. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Hightech-Verbands BITKOM hervor. Danach verzeichnen im dritten Quartal 78 Prozent der befragten Unternehmen ein Umsatzplus. Der BITKOM-Index klettert von 48 auf 67 Punkte und erreicht damit den höchsten Wert seit seiner Einführung im Jahr 2001.

„Im IT- und Telekommunikationsbereich zieht die Nachfrage kräftig an“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Sowohl die Auftragseingänge als auch die Umsätze liegen deutlich im Plus.“ So verzeichnen drei Viertel (74 Prozent) aller Unternehmen einen höheren Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Scheer: „Die positive Geschäftsentwicklung zeigt sich derzeit in allen Marktsegmenten.“ Für das Gesamtjahr 2010 erwarten 79 Prozent aller Unternehmen ein Umsatzwachstum. Wegen des guten Geschäftsverlaufs rekrutieren viele Firmen neues Personal. 55 Prozent der befragten ITK-Unternehmen wollen in diesem Jahr zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, 29 Prozent halten die Mitarbeiterzahl stabil.

Laut BITKOM-Barometer zieht die Nachfrage am stärksten bei den Anbietern von Software und IT-Dienstleistungen (IT-Beratung, Outsourcing-Services u.a.) an. 83 Prozent der Unternehmen verzeichnen im dritten Quartal ein Umsatzplus. Überraschend positiv läuft das Geschäft bei den Hardware-Herstellern. Dieses Segment ist seit Jahren von einem harten Preiswettbewerb geprägt. Dennoch steigern 70 Prozent der Hersteller von IT-Hardware (Computer, Server, Zubehör etc.) im dritten Quartal ihre Umsätze, verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bei den Produzenten von Kommunikationstechnik (Handys, Netzwerktechnik u.a.) sind es sogar 78 Prozent. „Der Hardware-Markt boomt dank neuer, attraktiver Geräte wie Tablet-PCs und Smartphones“, sagte Scheer. Zudem sorge der Ausbau der mobilen und stationären Breitbandnetze für volle Auftragsbücher bei den Netzausrüstern.

Bei den Anwendern von Informations- und Kommunikationstechnik wachsen die Ausgaben in der verarbeitenden Industrie derzeit am stärksten. 77 Prozent der befragten ITK-Anbieter geben an, dass die Nachfrage im produzierenden Gewerbe im Vergleich zum Vorjahr zunimmt. „Die Industrie war am stärksten von der Krise betroffen. Entsprechend groß ist jetzt der Nachholbedarf bei den IT-Investitionen“, sagte Scheer. Im Dienstleistungssektor wächst die ITK-Nachfrage um 73 Prozent und im Handel um 65 Prozent. Etwas weniger Dynamik kommt aus dem öffentlichen Bereich. Hier sehen 49 Prozent der Firmen eine Zunahme der Nachfrage. „Die öffentlichen Hand hat gegenüber der Wirtschaft ohnehin Nachholbedarf in Sachen IT“, sagte Scheer. „Verstärkte IT-Investitionen können der öffentlichen Hand den überfälligen Modernisierungsschub geben.“ Bei den Privatverbrauchern verzeichnen 46 Prozent der Firmen eine stärkere Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr.

Zahlreiche Unternehmen stocken wegen der positiven Geschäftsentwicklung ihre Belegschaften auf. „Die meisten Jobs entstehen bei Software-Häusern und IT-Dienstleistern“, sagte Scheer. 62 Prozent dieser Unternehmen wollen neue Stellen schaffen. Aber auch bei den Hardware-Herstellern wollen mehr Unternehmen die Zahl ihrer Mitarbeiter erhöhen als verringern. Scheer: „Der BITKOM rechnet mit einem positiven Beschäftigungseffekt für die gesamte Branche.“

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Sicherheitslücke bei Twitter entdeckt

(22.09.2010)

Eine Sicherheitslücke bei Twitter verbreitet sich rasant. Im schlimmsten Fall könnten dabei die Anmeldedaten der Nutzer ausgelesen werden.

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91 Prozent aller Jugendlichen nutzen das Internet

(15.09.2010)

Teenager sind hervorragend vernetzt: 91 Prozent aller Jugendlichen von 14 bis 19 Jahren nutzen das Internet.

Die wenigen Jugendlichen, die das Internet nicht nutzen, haben in der Regel zu Hause keinen Anschluss und müssen deshalb zu Freunden oder in Internet-Cafés ausweichen. Von jenen Jugendlichen, die zu Hause über einen Internet-Zugang verfügen, nutzen 99 Prozent das Web. Das haben Erhebungen des BITKOM und der ARIS Umfrageforschung ergeben. Zunehmend sind auch Kinder im Grundschulalter online: „Mehr als 70 Prozent der Sieben- bis Zehnjährigen nutzen das Internet, vorausgesetzt, die Eltern haben einen Anschluss“, berichtet BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Für Kinder und Jugendliche ist das Web heute ein fester Bestandteil Ihrer Lebenswelt. Dabei ist wichtig zu wissen, wie man das Internet altersgerecht nutzt.“

Anlässlich des Kindertages, der in vielen Bundesländern am 20. September begangen wird, hier die zehn wichtigsten Web-Tipps für junge Nutzer und deren Eltern. Die Hinweise basieren auf gemeinsamen Empfehlungen des BITKOM und des Bundesfamilienministeriums.

1. Begleitung

Die ersten Schritte im Web sollten gerade kleinere Kinder nicht alleine machen. Wichtig ist, dass die Eltern Möglichkeiten und Gefahren erklären und sich mit ihren Kindern gemeinsam an den PC setzen.

2. Erfahrungsaustausch

Eltern sollten einen Überblick darüber haben, wofür sich ihre Kinder im Netz interessieren, und mit ihnen über Erlebnisse sprechen. Wichtig ist die Vorbildfunktion von Eltern. Sie können Tipps geben – etwa, indem sie ihre Kinder unterstützen, den Wahrheitsgehalt von Informationen im Web zu prüfen. Eltern sollten sich aber nicht nur für Inhalte von Webseiten interessieren, sondern auch für Erfahrungen ihrer Kinder in Chat-Räumen, in sozialen Netzwerken oder bei Online-Spielen. So können sie erkennen, ob sich ihre Kinder selbst verantwortungsbewusst verhalten, möglicherweise von Gleichaltrigen oder anderen Nutzern belästigt oder von anderen Teilnehmern unter Druck gesetzt werden. Kinder sollten nur an moderierten Chats teilnehmen.

3. Zeitbegrenzung

Das Internet gehört heute selbstverständlich zum Leben von Kindern und Jugendlichen. Andere Hobbys und Schule oder Ausbildung dürfen aber nicht auf der Strecke bleiben. Deshalb sollten Eltern auf einen gesunden Freizeit-Mix achten – und bei Bedarf Grenzen setzen, wie intensiv der Internetzugang genutzt werden darf. Je nach Betriebssystem oder durch Zusatz-Software lässt sich auch eine Zeitbegrenzung am PC einstellen. Einige Internet-Router – häufig sind diese in DSL-Modems integriert – bieten ebenfalls entsprechende Einstellmöglichkeiten.

 

4. Kinderschutz im Betriebssystem

Kinder sollen das Internet auch auf eigene Faust entdecken können, aber vor möglichen Gefahren geschützt werden. In einem ersten Schritt können Eltern dafür die Internet-Einstellungen des PCs verändern. Manche Betriebssysteme und Web-Programme (Browser) bieten Filter gegen Gewalt- und Sex-Darstellungen. Wichtig: Eltern sollten im PC für ihr Kind ein eigenes Nutzerprofil (Benutzerkonto) anlegen, wo es diese Filter nicht einfach selbst entfernen kann (das Kind sollte keine Administrator-Rechte haben). Abhängig von Betriebssystem und Web-Software ist es auch möglich, für Kinder eigenhändig eine Positivliste mit Webseiten anzulegen. Dann kann das Kind nur auf diesen ausgewählten Seiten surfen. Dafür müssen Eltern mehr Zeit einplanen.

5. Kinderschutz mit spezieller Software

Jugendgefährdende Inhalte lassen sich besonders effizient mit einer speziellen Kinderschutz-Software herausfiltern. Ein solches Programm können Eltern etwa auf der Seite www.FragFinn.de gratis herunterladen. Es arbeitet mit den Betriebssystemen Windows XP, Windows Vista und Windows 7 zusammen und schafft einen geschützten Surf-Raum. Kinder können so nur Seiten lesen, die von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e. V. anhand strenger Kriterien geprüft wurden. Die Initiative wird von der Bundesregierung, großen Unternehmen, dem BITKOM und anderen Verbänden getragen. Auch kommerzielle Anbieter bieten Jugendschutz-Software an.

6. Lesezeichen und Startseite

Besonders Kindern im Grundschulalter hilft es, wenn die Eltern ihnen im Internet-Programm eine Liste mit Web-Lesezeichen (Favoriten) anlegen. Dort können besonders geeignete Spiel- oder Lernwebseiten gespeichert werden. Auch eine Standard-Startseite für Internetsitzungen lässt sich im Browser einstellen. Dafür eignet sich das Lieblings-Portal des Kindes.

7. Kinder- und Jugendportale wie Fragfinn und Internauten

Die Seite www.FragFinn.de bietet nicht nur eine Kinderschutz-Software, sondern ist auch ein jugendgerechtes Portal zum Internet. So gibt es eine Suchmaschine, Nachrichten und Surf-Tipps. Ein weiteres pädagogisch aufbereitetes Angebot ist das Portal www.internauten.de. Es gehört zur Initiative „Deutschland sicher im Netz“. Mit der Initiative „Watch your Web“ des Bundesfamilienministeriums haben junge Nutzer selbst die Möglichkeit, im Netz Hilfe zu holen und unangenehme Erfahrungen zu melden. Surf-Tipps und jugendgerechte Inhalte bieten auch weitere Seiten (Beispiele siehe unten).

8. Privatsphäre

Auch für Kinder und Jugendliche ist das richtige Maß an Privatsphäre wichtig. Im täglichen Leben würden die meisten ihr Privatleben kaum Unbekannten offenbaren. Auch im Web haben es die Nutzer in der Hand, ob und welche Informationen zur eigenen Person sie einstellen – und ob sie den Zugang zu solchen Infos auf bestimmte Personen beschränken. Frei zugängliche Partyfotos und andere persönliche Angaben können noch Jahre später, etwa bei der Bewerbung um einen Job, schaden.

9. Urheberrecht

Musik, Fotos, Filme und andere Web-Inhalte dürfen nicht beliebig weiterverwendet werden. Wer illegal Musik herunter lädt oder anbietet, dem drohen Sanktionen – ab einem Alter von 14 Jahren. Eltern können Schadenersatzklagen drohen. Deshalb sollten sie mit ihren Kindern über das Urheberrecht sprechen und Web-Aktivitäten bei Bedarf kontrollieren.

10. Weiterführende Infos und Angebote

www.blinde-kuh.de (Suchmaschine)

www.chatten-ohne-risiko.de (Sicherheitstipps)

www.fragfinn.de (Kinder-Portal mit Schutz-Software)

www.internauten.de (Kinder-Portal)

www.internet-abc.de (Surf-Tipps für Kinder)

www.jugendschutz.net (Experten-Infos, Beschwerdestelle)

www.juuuport.de (Tipps, Forum und Beschwerdestelle für Jugendliche)

www.kids.polizei-beratung.de (Sicherheitstipps der Polizei für Kinder)

www.klicksafe.de (Tipp-Sammlung für Eltern und Lehrer)

www.klick-tipps.net (Surf-Tipps für Kinder, Infos für Erwachsene)

www.netzcheckers.de (Jugend-Portal)

www.schau-hin.info (Tipps zur Medienerziehung für Eltern)

www.seitenstark.de (Übersicht von Webseiten für Kinder)

www.sicher-im-netz.de (Checkliste für Eltern, Material für Lehrer)

www.watchyourweb.de (Datenschutztipps für Communitys)

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Verschiebungen im Telekommunikationsmarkt

(14.09.2010)

Die Kommunikation über DSL und TV-Kabel nimmt zu, die Nutzung klassischer Telefonanschlüsse – ob analog oder ISDN – geht zurück.

Damit setzt sich ein bereits seit Jahren andauernder Trend weiter fort. 2009 sank die Zahl der klassischen Telefonanschlüsse in Deutschland um über zwei Millionen auf 32,8 Millionen. 2008 waren es noch knapp 34,9 Millionen. Das gab der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur bekannt.

Im Gegenzug wächst die Bedeutung alternativer Kommunikationswege, z.B. auf Basis der Internet-Telefonie (Voice over IP, kurz: VoIP). Ende 2009 telefonierten 2,3 Millionen Haushalte über einen Kabel-TV-Anschluss und 3,8 Millionen Haushalte über einen so genannten entbündelten DSL-Anschluss. Entbündelte DSL-Zugänge sind vertraglich nicht an einen herkömmlichen Festnetz-Anschluss gebunden. Im Vorjahr telefonierten erst 1,5 Millionen Haushalte über das TV-Kabel und 2,2 Millionen Haushalte über einen entbündelten DSL-Anschluss. Die klassische Telefonie dominiert weiterhin den Festnetzmarkt, geht aber stetig zurück, während Internet-Telefonie über DSL oder TV-Kabel zunehmend Verbreitung findet. Zum Jahresende 2009 gab es insgesamt 38,9 Millionen Telefonanschlüsse in Deutschland. Diese Zahl ist seit mehreren Jahren weitgehend stabil.

Hintergrund: Bei der klassischen Telefonie wird eine direkte Verbindung zwischen den Teilnehmern geschaltet und die Sprache in Echtzeit analog oder – im Falle von ISDN – digital übertragen. Bei Voice-over-IP wird die Sprache zunächst digitalisiert, dann werden kurze Sequenzen in Paketen zusammengefasst und als Sprachpakete verschickt. Die Datenmenge ist dabei im Vergleich zu Videos relativ gering, allerdings können in Einzelfällen Laufzeitverzögerungen oder Paketverluste aufgrund einer starken Netzauslastung zu Echos, Aussetzern oder Störgeräuschen führen. Einige Anbieter reservieren daher feste Bandbreiten für Sprachpakete oder priorisieren diese, um eine konstante Sprachqualität garantieren zu können.

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Markt für E-Books wächst rasant

(10.09.2010)

Fast drei Millionen Deutsche spielen mit dem Gedanken, sich dieses Jahr ein digitales Buch zu kaufen, wie der Webmonitor von BITKOM und Forsa ergab. Unter Schülern und Studenten hat bereits jeder Sechste Interesse.

Digitale Bücher erleichtern die wissenschaftliche Arbeit, sind komfortabel und bieten zusätzliche Möglichkeiten wie z.B. die Textdarstellung in Großschrift. Wie in einem Word-Dokument kann nach Stichwörtern gesucht und können Zitatpassagen wiedergefunden werden. „Wir rechnen damit, dass nach Fachliteratur, Sachbüchern und Infotainment auch digital publizierte Belletristik für die Leser zunehmend interessant wird. Dies ist nicht zuletzt auf eine steigende Zahl verschiedener Lesegeräte wie Tablet-PCs zurückzuführen“, sagte Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BITKOM. Nach BITKOM-Berechnungen werden 2010 in Deutschland rund 500.000 Tablet-PCs verkauft.

Vor diesem Hintergrund kooperieren die Frankfurter Buchmesse und BITKOM ab sofort im Rahmen der digitalen Initiative „Frankfurt SPARKS“. Das gaben die Messeveranstalter und der Hightech-Verband auf der Vorschaupressekonferenz zur Buchmesse bekannt.

Die Initiative Frankfurt SPARKS bringt die Macher und Vordenker aus Verlagswelt, Technologiebranche, Medien und Internetkultur zusammen, um gemeinsam tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Frankfurt SPARKS startet 2010 mit zwei neuen Projekten, den Frankfurt Hot Spots und Frankfurt StoryDrive. Die Hot Spots sind sechs innovative Plattformen, die speziell für Anbieter und Unternehmen in den Bereichen Technologie und Digital Content konzipiert wurden. Sie sind strategisch in verschiedenen Messehallen der Frankfurter Buchmesse platziert. Der Fokus der einzelnen Hot Spots liegt auf Publishing Services, Information Management und Education, Mobile, Devices und Literature & Special Interest. (www.hotspotfrankfurt.com)

Frankfurt StoryDrive sprengt die Grenzen zwischen den Erzählwelten: Mit Akteuren aus den Verlags-, Film-, Musik- und Gamesbranchen, mit Vertretern aus Technologie und Social Media, mit Cybercitizens und Kreativen trifft sich im Film & Media Forum der Frankfurter Buchmesse die Zukunft des Geschichtenerzählens. Konferenz, Handelsplatz für Medienrechte und crossmedialer Marktplatz: StoryDrive ist der Treffpunkt für die internationale Medien- und Entertainmentwelt. (www.storydrivefrankfurt.com)

Weitere Informationen: www.buchmesse.de

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